Paypal rettet Ebays Quartalsergebnis

Das Tochterunternehmen "legte eine Rekord-Performance hin". Pro Monat wurden rund eine Million neuer Konten angelegt. Trotzdem korrigiert Ebay seine Erwartungen für 2010 nach unten.

Mit den Ergebnissen für das zweite Quartal hat Ebay knapp die Ergebnisse der Wall Street übertroffen. Dies geht laut einer Stellungnahme des Unternehmens zum guten Teil auf das Konto der Tochter PayPal, die im zweiten Quartal eine „Rekord-Performance“ gezeigt habe.

Ebay hat in dem am 30. Juni endenden Quartal einen Nettogewinn von 530,2 Millionen Dollar (413,1 Millionen Euro) erzielt. Das sind 40 US-Cent (0,31 Euro) pro Anteil, bei Einnahmen von 2,2 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro). Die Wall Street hatte einen Gewinn pro Anteil von 38 US-Cents (0,30 Euro) und Einnahmen von 2,17 Milliarden Dollar (1,69 Milliarden Euro) erwartet.

Das Unternehmen erklärte, dass PayPal in diesem Quartal jeden Monat eine Million neue Konten hinzubekommen habe. Die Sparte für Händlerdienstleistungen sei gegenüber dem Vergleichsquartal 2009 um 40 Prozent gewachsen. Über die Marktplätze, zu denen das Kerngeschäft auf der Ebay-Site gehört, sagte das Unternehmen lediglich, dass die Trendwende beim Ebay-Geschäft über mehrere Jahre betrachtet wie geplant verlaufe. Allerdings sei das Wachstum in den USA langsamer als erwartet.

Präsident und Chief Executive Officer John Donahoe erklärte: „PayPal ist stark und wird immer stärker. Dabei entsteht eine solide und gleichzeitig innovative globale Basis für Dienste, welche die ganze Breite des E-Commerce abdecken. Die Wende im Ebay-Geschäft geht wie geplant voran – mit einem starken Ergebnis in Europa, wesentlichen Änderungen in den USA und ständigen Verbesserungen für unsere Käufer und Verkäufer.“

Mit Hinblick auf die Zukunft senkte das Unternehmen seine Gewinnerwartungen für 2010. Als Grund wurde der Druck des starken Dollars genannt, der das ganze Jahr zu spüren sein. Man erwarte statt 9 Milliarden Dollar Einkünfte (7 Milliarden Euro) deshalb nur 8,8 Milliarden Dollar (6,9 Milliarden Euro). Das sind Gewinne pro Anteil von 1,60 Dollar bis 1,65 Dollar (1,25 bis 1,29 Euro). Noch im April hatte das Unternehmen Einkünfte bis zu 9,1 Milliarden Dollar (7,1 Milliarden Euro) und Gewinne bis 1,68 Dollar (1,31 Euro) pro Anteil vorhergesagt.

Für das dritte Quartal taxiert Ebay seine Gewinne auf 35 bis 37 US-Cents (0,27 bis 0,29 Euro) pro Anteil und die Einnahmen auf 2,13 bis 2,18 Milliarden Dollar (1,66 bis 1,7 Milliarden Euro). Hier hatte die Wall Street ein besseres Geschäft mit 39 US-Cent (0,30 Euro) pro Anteil und 2,2 Milliarden Dollar (1,7) Einnahmen angenommen.

Die Ebay-Aktie verlor nach dem Quartalsbericht an der Börse bis Handelsschluss drei Prozent und landete bei 20,17 Dollar (15,71 Euro). Im nachbörslichen Handel erholte sich der Kurs aber und legte vier Prozent zu.

Ebays Quartalszahlen im Vergleich (Folie: Ebay)
Ebays Quartalszahlen im Vergleich (Folie: Ebay)

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