iSuppli warnt vor möglichen Engpässen bei AMOLED-Displays

Zwischen 2009 und 2014 soll der Bedarf an OLED-Displays für Smartphones jährlich um 55,1 Prozent wachsen. Die einzigen Hersteller sind Samsung und LG. Zwei weitere Anbieter beginnen voraussichtlich erst Anfang 2011 mit der Massenproduktion.

Laut iSuppli wird der Bedarf an kleinen AMOLED-Displays, die in Smartphones und anderen Mobilgeräten zum Einsatz kommen, zwischen 2009 und 2014 jährlich um durchschnittlich 55,1 Prozent steigen. Da es mit Samsung Mobile Display und LG Display bisher nur zwei Hersteller von AMOLED-Panels gibt, könnte es nach Ansicht der Marktforscher zu Engpässen kommen.

2009 wurden 20,4 Millionen AMOLED-Bildschirme für Smartphones verkauft. Bis 2014 soll sich die Zahl auf 184,5 Millionen Stück erhöhen. Zum Vergleich: Die Absatzzahlen der gängigeren LC-Displays sollen in diesem Zeitraum von 1,3 Milliarden auf 1,75 Milliarden wachsen.

Der Studie zufolge wird Samsung bis 2012 2,2 Milliarden Dollar in die AMOLED-Fertigung investieren, um seine Kapazitäten auszubauen. LG plane derzeit nichts ähnliches. Die in Taiwan ansässigen Firmen AU Optronics und TPO Display werden voraussichtlich erst Ende 2010 oder Anfang 2011 mit der Massenproduktion von AMOLED-Produkten beginnen. Derzeit lieferten sie nur sehr geringe Mengen aus.

„Angesichts der geringen Zahl der AMOLED-Anbieter sind Handyhersteller verständlicherweise besorgt, dass es zu Produktionsausfällen kommt, weil Komponenten verspätet oder gar nicht verfügbar sind“, heißt es in der Studie. So werde Samsung natürlich zunächst seine eigene Handyfertigung versorgen, ehe es externe Kunden beliefere.

Ein Grund für die geringen Kapazitäten sei, dass es sich bei AMOLED, im Vergleich zu LCDs, um eine relativ neue Technik handle, so iSuppli. Bei neuen Technologien sei der Ausschussanteil in der Fertigung höher, da der Produktionsprozess noch nicht ausgereift sei. Zudem führten sinkende Display-Preise dazu, dass große Investitionen im Bereich AMOLED nur geringe Rentabilität böten.

AMOLED-Displays, vor allem Super AMOLED, sind bei Herstellern von Handys mit Googles Mobilbetriebssystem Android sehr beliebt. Dazu zählen unter anderem Samsung und HTC. Die Displays sind dünner als LC-Bildschirme, erreichen einen höheren Kontrast und verbrauchen weniger Strom, da sie keine Hintergrundbeleuchtung benötigen. Apples iPhone hingegen verwendet ein AMLC-Display (Active-Matrix-LCD).

AMOLED-Displays für Smartphones erreichen in den kommenden Jahren ein deutlich höheres Wachstum, verkaufen sich aber weiterhin schlechter als LC-Bildschirme (Bild: iSuppli).
AMOLED-Displays für Smartphones erreichen in den kommenden Jahren ein deutlich höheres Wachstum, verkaufen sich aber weiterhin schlechter als LC-Bildschirme (Bild: iSuppli).

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