Vodafone steigt ins Fernsehgeschäft ein

Zu Weihnachten will der Mobilfunkanbieter ein Hybrid-Produkt starten. Es soll Kabel-, Satelliten- und IPTV-Technik vereinen. Sein Mobilfunknetz will der Provider bis 2013 flächendeckend auf LTE aufrüsten.

Friedrich Joussen (Bild: Vodafone).
Friedrich Joussen (Bild: Vodafone).

Vodafone will zum kommenden Weihnachtsgeschäft ein eigenes Fernsehangebot starten, das mit der Telekom-Lösung Entertain konkurrieren soll. Das sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Anders als das IPTV-basierte Entertain ist die Vodafone-Lösung Joussen zufolge eine Hybridtechnologie. „Da wird Kabel drin sein, Satellit und auch IPTV.“ Die Multumedia-Suite sollen auch Kunden nutzen können, die keinen VDSL-Breitbandanschluss haben.

„Wir holen das, was frei verfügbar ist, aus der Luft und aus dem Kabel. Und nur das, was der Kunde darüber hinaus sucht, aus dem Internet“, so Joussen weiter.

Der von Vodafone übernommene Festnetzanbieter Arcor hatte Ende 2007 ein eigenes IPTV-Angebot gestartet, dessen Vermarktung vor rund einem Jahr aber eingestellt wurde. Die Deutsche Telekom zählt nach eigenen Angaben rund 1,2 Millionen Entertain-Kunden.

Im Gespräch mit der FAZ kündigte Joussen außerdem an, dass Vodafone sein gesamtes Mobilfunknetz bis 2013 auf den Datenübertragungsstandard LTE aufrüsten wird. Und zwar „erst in den weißen Flecken, dann in den Ballungsräumen“. Generell geht der Vodafone-Chef davon aus, dass bis Mitte 2011 die ländlichen Regionen an das mobile Internet angeschlossen sein werden.

In seinem Mobilfunknetz will Vodafone langfristig flächendeckend Bandbreiten von 5 MBit/s erreichen. „In den Städten werden es bis zu 70 MBit/s sein“, so Joussen. Ohne LTE könne ein Unternehmen in diesem Markt nicht überleben.

Themenseiten: Internet, Kommunikation, LTE, Mobil, Mobile, Telekommunikation, Vodafone

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