Microsoft entwickelt ohne Brille funktionierendes 3D-Display

Zuschauer sehen an unterschiedlichen Punkten im Raum verschiedene Bilder. Eine Webcam hinter einem Smartdisplay gibt Aufschluss über ihren Standort. Gelingt es, zwei verschiedene Darstellungen an die Augen einer Person zu senden, ist dies der Durchbruch in der 3D-Technologie.

Die Microsoft Applied Sciences Group hat ihr neuestes Forschungsprojekt vorgestellt: einen 3D-Bildschirm, für den man keine Brille braucht.

Gedanklicher Ausgangspunkt ist das Projekt Wedge. Die Technologie erlaubt es einem Smartdisplay, Handbewegungen zu erkennen und sie als Kommandos zu interpretieren. Dafür positionieren die Forscher eine Webcam hinter einen transparenten OLED oder besonders dünnen LCD, die die Gesten übermittelt.

Diese Technik ist in der Lage, die Position eines Körpers im Raum zu bestimmen. Ein Smartdisplay könnte, ausgehend von dieser Information, unterschiedliche Bilder an Nutzer übertragen, die sich an verschiedenen Stellen im Raum befinden. Ein Zuschauer, der links vom Bildschirm steht, bekäme eine andere Darstellung zu sehen als einer, der sich rechts befindet.

Würden die Augen des Zuschauers unterschiedliche Bilder wahrnehmen, könnte dies einen stereoskopischen 3D-Effekt hervorrufen, ohne dass eine polarisierte oder LC-Shutter-Brille benötigt wird. Dies könnte die Antwort auf die Frage nach der Massentauglichkeit von 3D sein.

Manchen mag das Prinzip an Microsofts Kinect (früher Project Natal) für die Xbox 360 erinnern. Mitte Juni hatte Microsoft die Bewegungssteuerung in Kalifornien vorgestellt.

Themenseiten: 3D-Content, Displays, Forschung, Hardware, Microsoft

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