Vernetzung unter Strom: Powerline-Starterkits im Test

Die Heimvernetzung per Stromkabel verspricht einfache Installation und hohe Datenraten. Aber wie schnell sind die Adapter wirklich? ZDNet hat sechs Starterkits mit bis zu 1 GBit/s Nennleistung unter Praxisbedingungen getestet.

Powerline wird oft zur Vernetzung von Räumen genutzt, die sich per WLAN nicht mehr anbinden lassen (Grafik: Devolo).
Powerline wird oft zur Vernetzung von Räumen genutzt, die sich per WLAN nicht mehr anbinden lassen (Grafik: Devolo).


Die Ansprüche im Bereich der Heimvernetzung sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Wollte man vor einigen Jahren nur mit einem Laptop drahtlos an der 2-MBit/s-DSL-Leitung surfen, steht heute das HD-Streaming vom im Keller untergebrachten Terabyte-NAS auf der Wunschliste. WLAN, selbst nach dem neuen 802.11n-Standard, ist dafür gerade bei größeren Entfernungen zu langsam.

Da die meisten Haushalte weder eine Ethernet-Verkabelung noch Leerrohre haben und die Verlegung über Putz auch nicht in Frage kommt, ist die Vernetzung per Stromkabel eine Alternative. Die Lösungen wurden in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Ältere Produkte mit 14 und 85 MBit/s sind im Abverkauf. Mainstream sind derzeit Adapter mit 200 MBit/s.

Das Ende der Fahnenstange ist damit aber noch nicht erreicht: So hat Belkin schon Ende 2009 einen 1000-MBit/s-Powerline-Adapter auf Basis proprietärer Technik eingeführt, erste standardisierte Lösungen mit 500 MBit/s sind im Herbst zu erwarten.

Themenseiten: Belkin, Devolo, MSI, Mobil, Mobile, Networking, Netzwerk, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Vernetzung unter Strom: Powerline-Starterkits im Test

Kommentar hinzufügen
  • Am 3. Juli 2010 um 9:28 von Sturm

    Sinnfreier Test
    Zu anfang sollte die Frage stehen: Wann benutzt man DLAN Adapter? Wohl nur, wenn kein WLAN oder LAN Kabel zur Verfügung stehen, wohl häufig aufgrund von baulichen Gründen.

    D.h. ein typisches Anwendungsfeld für DLAN ist eine mehrgeschössige Wohnung oder Haus. Arbeitsplatz im Keller, Router im Erdgeschoss, 2ter Arbeitsplatz im Dachgeschoss. Durch massive Wände keine Chance auf WLAN und wer will schon 60m Kabel durch seine Wohnung/Haus legen. Hier kommen DLANs in Spiel. Wir reden also in 70% aller Fälle über unterschiedliche Stromphasen und Entfernungen von min 20m.

    Ihr Test-Setup bildet derartige Szenarien nicht im Ansatz ab. Was nützt mir die Erkenntnis, dass DLAN-Geräte über eine Entfernung von 10cm gut funktionieren? Super Info, ein schlechter Laptop Akku hält auch mindestens 1 min.

    Sie sollten ihre Test so gestallten, dass dieser auch in der Realität Anwendung finden kann. Aus ihrem Test kann ich nur ableiten, dass keines der Geräte die angegebene (Max)Leistung unter Realbedingungen erreicht. In jedem Fall ist z.B. streamen von HD Inhalten über ein DLAN mit (20-25 MBit/s) kaum möglich. Zudem wäre eine Information über die Anschaffungskosten wünschenswert.

    MFG, MH

    • Am 5. Juli 2010 um 23:24 von Harald Karcher

      AW: Sinnfreier Test / Zwei Adapter ? keine 50 Euro!
      Die Richtpreise pro Pärchen finden Sie in der Tabelle auf Seite zwei des Artikels in der letzten Zeile. Wenn Sie die Tabelle anklicken, wird sie vergrößert und sie können die Preise noch besser lesen. Und ja, für 79 Euro Richtpreis, faktisch meist noch viel weniger, gibt es wirklich ZWEI Powerline-Adapter, die im Test extrem unkompliziert funktionierten.

  • Am 7. Juli 2010 um 22:23 von Rainer Maria Kreten

    EMV nicht getestet
    DLAN ist in Verruf geraten, weil die hochfrequenten Signale auf Stromleitungen breitbandig abgestrahlt werden und diverse Funkdienste bis zur Unbrauchbarkeit stören. Diese Tatsache wäre schon einen eigenen Test wert. Rein rechtlich greift hier die Störerhaftung, d.h. solange sich niemand beschwert, ist alles in Ordnung. Steht aber die Bundesnetzagentur vor der Tür, schlagen dreistellige Beträge zu Buche. Wenn auch niemand daraus rechtlich belangt wird, so sollte man auch an Mitbewohner mit Migrationshintergrund denken, für die der Radioempfang aus der Heimat einen Wert darstellt, den es zu respektiren gilt.

  • Am 8. November 2010 um 19:07 von HJ

    Power Line Communication
    Powerline Communication ist von vornherein schlecht und auch das Geld nicht wert: Wer am Kabel oder WLAN spart und PLC als Altenative nimmt, muss in Kauf nehmen, dass er sich und die Nachbarn mit einem hohen Elektrosmog Störnebel berieselt, der z.B. den internationalen Radioempfang derart stören kann, dass selbst starke Sender nicht mehr brauchbar zu hören sind.

    Pfui, Dreckschleudern sind das! Leider wissen das viele nicht, und in der Werbung steht das natürlich auch nicht. Es ist aber leider sehr wahr.

    Bloss nicht kaufen !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *