Salesforce kontert Microsofts Patentklage

Der Softwarekonzern aus Redmond soll gegen fünf Patente verstoßen. Der Klage zufolge verwenden unter anderem SharePoint und die .NET-Plattform geschützte Technologien von Salesforce. Microsoft will seine eigene Klage weiter verfolgen.

Salesforce.com hat am vergangenen Donnerstag mit einer eigenen Klage auf Microsofts im Mai eingereichte Patentklage reagiert. Wie Bloomberg berichtet, richtet sie sich gegen Microsofts .NET-Plattform und SharePoint. Nach Ansicht von Salesforce wusste Microsoft von dem Risiko möglicher Patentverletzungen.

Der von TechCrunch veröffentlichten Klageschrift zufolge verstößt Microsoft gegen fünf Schutzrechte, die unter anderem einen „dynamischen Multi-Level-Cache“ sowie „Methoden und Systeme zur Behandlung von Fehlern in verteilten Computersystemen“ beschreiben. Ein anderes Patent betrifft einen „Java-Object-Cache-Server für Datenbanken“. Neben .NET Framework und SharePoint sollen auch Windows Server App Fabric sowie Windows Error Reporting unter Windows 7 und Server 2008 R2 Technologien von Salesforce nutzen.

Der Anwalt, der Salesforce vertritt, ist Microsoft gut bekannt: David Boies, Gründer der Kanzlei Boies, Schiller & Flexner, arbeitete früher für das US-Justizministerium und betreute das Kartellverfahren gegen den Softwarekonzern.

„Wir prüfen die Klage von Salesforce.com, die gerade eingegangen ist“, sagte Microsoft-Rechtsvertreter Horacio Gutierrez. „Wir halten an unserer Position fest und werden unsere Klage, die wir beim Bezirksgericht für den westlichen Bezirk von Washington eingereicht haben, weiter verfolgen.“

Microsoft hatte Salesforce.com vor rund sechs Wochen vorgeworfen, gegen neun seiner Patente zu verstoßen. Der Konzern aus Redmond fordert dreifachen Schadenersatz in nicht genannter Höhe, da Salesforce vorsätzlich gehandelt habe.

Themenseiten: Business, Gerichtsurteil, Microsoft, Salesforce.com, Urheberrecht

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