iPhone Dev Team veröffentlicht Jailbreak für iOS 4

Das PwnageTool 4.0.1 unterstützt neben iPhone 3G und 3GS auch den iPod Touch der zweiten Generation. Ein Jailbreak funktioniert aber nur mit einer aktuellen offiziellen IPSW-Datei. Der SIM-Lock lässt sich ebenfalls aufheben.

Das iPhone Dev Team hat eine aktualisierte Variante seines Jailbreak-Tools Pwnage für das am Montag erschienene iOS 4 freigegeben. Version 4.0.1 unterstützt derzeit ausschließlich das iPhone 3GS mit altem Boot-ROM, das iPhone 3G sowie den iPod Touch 2G, nicht aber das iPhone 2G und den iPod Touch der ersten sowie dritten Generation. Zudem unterstützt Pwnagetool 4.01 das 3GS nur, wenn bereits bei einer älteren Firmware ein Jailbreak durchgeführt wurde.

Das PwnageTool 4.0.1 hebt die werksseitigen Beschränkungen der Apple-Smartphones auf und erlaubt damit die Installation von Software, die offiziell nicht für das iPhone freigegeben ist. Das Programm läuft nur unter Mac OS X, eine Windows-Version ist nicht geplant.

Besitzer eines iPhone 3G, 3GS oder iPod Touch 2G können mit dem PwnageTool eine IPSW-Datei erstellen und das Gerät im Restore- beziehungsweise DFU-Modus mit dieser Datei wiederherstellen. Als Alternative zum PwnageTool empfiehlt das iPhone Dev Team in seinem Blog für einen Jailbreak des iPhone 3G oder iPod Touch 2G das Werkzeug redsn0w, das auch unter Windows läuft.

Nach einem Jailbreak mit dem PwnageTool lässt sich mit Ultrasn0w auch der SIM-Lock des iPhone 3G und 3GS umgehen. Dadurch lassen sich SIM-Karten beliebiger Mobilfunkbetreiber nutzen.

HIGHLIGHT

iPhone-Jailbreak: attraktive Apps aus dem Cydia Store

Das Entsperren des Apple-Smartphones eröffnet den Zugriff auf Anwendungen aus dem alternativen App Store von Jay Freeman. Der Blick auf das dortige Angebot verrät, warum immer mehr Anwender einen Jailbreak durchführen.

Apple hält das Freischalten (Jailbreaking) von iPhones, wodurch sich Anwendungen von Drittherstellern installieren lassen, die nicht im App Store vertreten sind, für illegal. Das offizielle Statement Apples zum Jailbreak war eine Reaktion auf die Anfrage der US-Bürgerrechtsvereinigung Electronic Frontier Foundation (EFF) mit Sitz in San Francisco. Dort hatte man 8000 Unterschriften gesammelt und Apple überstellt, mit dem Ziel, das Freischalten des iPhone zu legalisieren, indem eine Ausnahme zum Digital Millennium Copyright Act geschaffen wird.

Von einer solchen Ausnahme will Apple nichts wissen und behauptet, dass allein das Freischalten des iPhone schon eine Urheberrechtsverletzung darstelle und demnach abzulehnen sei. US-Rechtsexperten zufolge könnte Apple jeden iPhone-Besitzer, dessen Handy freigeschaltet ist, auf Schadenersatz in Höhe von 2500 Dollar verklagen.

Während deutsche Jailbreaker wegen der Ungültigkeit großer Teile der iPhone-Lizenzbestimmungen von Apple hierzulande nichts zu befürchten haben, dürfte das Einklagen des Schadenersatzes in den USA äußerst interessant werden. Schließlich verletzt Apple-Mitbegründer Steve Wozniak ebenfalls das Urheberrecht, weil er zu den Nutzern gehört, die ihr iPhone freigeschaltet haben.

Themenseiten: Apple, Jailbreak, Mobil, Mobile, iPhone, iPod

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