Microsoft stellt Alarmsystem für Internetbetrug vor

Neben der FTC unterstützen auch Ebay und Paypal das Internet Fraud Alert genannte System. Es dient als zentrale Anlaufstelle bei Datendiebstählen. Sicherheitsforscher können gefundene Nutzerdaten melden und betroffene Firmen informieren.

Microsoft hat zusammen mit der amerikanischen National Cyber-Forensics and Training Alliance (NCFTA) ein Alarmsystem für Internetbetrug vorgestellt. Die Internet Fraud Alert genannte Initiative, die Ende vergangener Woche ihre Arbeit aufgenommen hat, wird von Organisationen und Unternehmen wie Accuity, der Anti-Phishing Working Group (APWG), Ebay, der Federal Trade Commission (FTC) und Paypal unterstützt.

Sicherheitsforscher können das von Microsoft entwickelte Alarmsystem nutzen, um beispielsweise gestohlene Daten wie Nutzernamen, Passwörter oder Kreditkartennummern zu melden, die sie während ihrer Arbeit entdecken. Laut Microsoft lassen sich darüber auch Firmen und Institutionen über Datenverluste informieren. „Bis jetzt gibt es kein einfaches Verfahren, mit dem Sicherheitsforscher, die beispielsweise durch Phishing kompromittierte Nutzerdaten finden, Banken oder andere Anbieter warnen können“, heißt es in einer Pressemitteilung des Softwareunternehmens.

Kompromittierte Daten stellten ein immer größeres Sicherheitsrisiko dar, so Microsoft. Das APWG habe 2009 mehr als 410.000 Berichte über Phishing-E-Mails erhalten. Das Unternehmen erwartet, dass sich auch Technologiefirmen, Verbraucherschützer und Universitäten an dem Alarmsystem beteiligen werden.

Für den Betrieb des Internet Fraud Alert ist das NCFTA verantwortlich, das unter anderem vom Federal Bureau of Investigation (FBI) und der Carnegie Mellon University unterstützt wird. Alle teilnehmenden Unternehmen werden durch den Finanzdienstleister Accuity überprüft.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Microsoft

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