Der 23,6-Zoll-Touchscreen löst 1920 mal 1080 Bildpunkte auf. Er bietet eine gute Darstellungsqualität. Seine spiegelnde Oberfläche ruft aber Reflexionen hervor. Die in den Rahmen integrierte 1,3-Megapixel-Webcam bietet auch bei schlechteren Lichtverhältnissen eine gute Qualität.

Das Display des MSI verfügt über Multitouch-Fähigkeiten. Es erkennt mittels der im Rahmen untergebrachten Infrarot-Technik zwei Eingabepunkte gleichzeitig. Zwar enthält das vorinstallierte Windows 7 Home Premium (64 Bit) im Gegensatz zu seinem Vorgänger einige Optimierungen für die Fingerbedienung, die Oberfläche mit ihren vielen kleinen Buttons wurde aber für die Maus konzipiert – und sollte am besten auch von dieser gesteuert werden. Denn während die Berührungssteuerung bei einem tragbaren Gerät (Tablet PC, Smartphone) für einen flüssigen und natürlichen Workflow sorgt, zeigt der Arm bei einem feststehenden Display aufgrund der unnatürlichen Haltung schon nach kurzer Zeit Ermüdungserscheinungen.

MSI verbaut im Wind Top zwei 5-Watt-Lautsprecher und einen Subwoofer. Das Gerät hat einen ordentlichen Klang.

Die Nutzung der Touch-Option lohnt eigentlich nur, wenn die klassischen Eingabemethoden nicht möglich oder sinnvoll sind, beispielsweise beim Einsatz als Küchen-PC. Solche Szenarien sind aber letztendlich etwas konstruiert – viele Argumente für die Fingerbedienung bleiben am Ende nicht. MSI legt eine spezielle Oberfläche und einige Programme für Touch-Freunde bei, die den Start von Anwendungen oder das Ansehen von Bildern erleichtern.

Im Lieferumfang befinden sich eine drahtlose Tastatur, die billig aussieht, etwas klapprig klingt und mit kleinen, sehr glatten Tasten Abstriche beim Tippkomfort erfordert. Die ebenfalls drahtlose Maus ist in Ordnung. Beide Eingabegeräte sind zwar kabellos, aber nicht per Bluetooth angebunden. Sie benötigen einen separaten USB-Empfänger, der einen der fünf USB-Ports in Anspruch nimmt. Das ist zwar nicht elegant gelöst, aber zu verschmerzen. Auch die mitgelieferte Media-Center-Fernbedienung kann nicht überzeugen: Die für die Navigation wichtigen Pfeiltasten sind zu klein und lassen sich nicht komfortabel wählen.

Der Wind Touch benötigt im Idle-Betrieb gut 90 Watt und wird hörbar ständig belüftet. Unter Volllast genehmigt sich das Gerät 174 Watt, der Lüfter erreicht dann Fön-Lautstärke. Geräte, die noch mehr Lärm machen, sind selten im ZDNet-Testlabor.

Fazit

Der MSI Wind Top AE 2400 Touch (Q9441W7H) ist ein schneller All-in-One, der mit Full-HD-Display, TV-Tuner, Blu-ray-Laufwerk und Fernbedienung alle Entertainment-Aufgaben abdeckt. Allerdings trübt die deutlich zu hohe Lautstärke den Spass mit dem Gerät erheblich. Auch Tastatur und Fernbedienung hinterlassen einen schlechten Eindruck. Der Nutzen des Touchscreen ist nach wie vor nicht erkennbar.

Zudem sollte man bedenken, dass man für immerhin 1300 Euro in den Bereichen CPU und Grafik veraltete Komponenten bekommt. Allerdings nutzen auch die Pendants von Acer, Sony und Lenovo bestenfalls die neuen Dual-Cores, aber nicht die Vierkerne. DirectX-11-Grafik wird hingegen schon vereinzelt eingesetzt, auch im Schwestermodell MSI Wind Touch E5446W7H.

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