US-Team fährt mit neuem Algorithmus zum RoboCup

Die Maschinen berechnen die Ballbewegung voraus. Das ermöglicht auch das Spiel über Bande. Die Fußball-WM für Roboter findet vom 19. bis 25. Juni in Singapur statt.

So sieht ein CMDragon von innen aus (Bild: CMU).
So sieht ein CMDragon von innen aus (Bild: CMU).

Forscher der Carnegie Mellon University (CMU) im amerikanischen Pittsburgh haben einen neuen Algorithmus für Roboter entwickelt. Offiziell zum Einsatz kommt er erstmals beim RoboCup. Die diesjährige Ausgabe der Fußball-WM für Roboter findet vom 19. bis 25. Juni in Singapur statt.

Der Algorithmus macht es den Maschinen möglich, ihr Verhalten an physische Gegebenheiten anzupassen. Die Fußball-Bots sind etwa im Stande, die Balldynamik im Voraus zu kalkulieren. Wer weiß, wohin der Ball rollen wird, kann agieren, statt nur vorprogrammierte Spielzüge auszuführen. Die Roboter meistern sogar das Spiel über Bande.

„Physikbasierte Planung verschafft uns einen Vorteil, wenn der Roboter den Ball dribbelt und etwa eine enge Drehung machen muss – oder jegliche andere Bewegung, bei der einem die Dynamik des Balls bewusst sein muss“, sagt CMU-Forscher Stefan Zickler Der Kieler Informatiker hat den Algorithmus für seine Diplomarbeit entwickelt. Beim RoboCup 2009 stellte er einen Prototypen vor. Zickler arbeitet an den CMDragons, einem der beiden Fußball-Bot-Teams seiner Universität. Die fünf Roboter sind etwa 15 Zentimeter groß und haben Räder, die sich in alle Richtungen drehen.

Beim RoboCup 2009 waren die CMDragons mit einem Prototyp des Algorithmus am Start.

Fußball sei für die Roboter-Forschung deswegen so geeignet, weil sich dabei die Umstände dauernd änderten und das Resultat einer Entscheidung nie im Vorhinein klar sei, erklärt Manuela Veloso, Teamchefin und Zicklers Doktormutter, in der Pittsburgh Post-Gazette. Die CMDragons könnten in Zukunft auch für ernstere Einsätze herangezogen werden, etwa als mobile Feuerlöscher bei Waldbränden. „Feuer ist sehr dynamisch.“ Ihre Roboter könnten berechnen, wie äußere Faktoren wie der Wind oder die betroffen Baumarten die Entwicklung des Feuers beeinflussen – und so bei dessen Bekämpfung helfen.

Im direkten Vergleich wird deutlich: Der blau markierte Roboter mit dem neuen Algorithmus hat die Rollen vorn.

Themenseiten: Forschung, Hardware, Roboter

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