Foxconn dementiert Rückzug aus China

Dennoch haben einige Beobachter Zweifel. Die Familien von Selbstmördern erhalten vom Unternehmen keine Abfindung mehr. Die chinesische Regierung will die Vorfälle untersuchen.

Die Gerüchte um Foxconn reißen nicht ab.

Mutterkonzern Hon Hai Precision dementiert in einer Pressemitteilung den Rückzug von Apple-Zulieferer Foxconn aus China. Der Konzern sei in China hundertprozentig und auf lange Sicht engagiert. Man plane, energisch zu expandieren. Bestehende Werke sollen ausgebaut und neue gegründet werden.

Dennoch wird weiter spekuliert. Forbes etwa bezweifelt, dass Foxconn seine aktuelle Linie beibehalten wird. Erst vergangene Woche hatte Foxconn-CEO Terry Gou Tai-ming auf der jährlichen Gesellschafterversammlung angedeutet, dass das Unternehmen seine Werke in China möglicherweise schließen und stärker auf teilautomatische Fertigung umstellen werde.

Gou Tai-ming äußerte sich auf der Versammlung auch zur Selbstmordserie in den chinesischen Werken. Er behauptete, er könne beweisen, dass sich die chinesischen Arbeiter nur der Abfindung wegen umgebracht hätten. Aus diesem Grund werde das Unternehmen ab sofort den Hinterbliebenen von Selbstmördern keine Entschädigung mehr zahlen, berichtet MIC Gadget.

Auch psychische Probleme hätten eine Rolle gespielt. Drei der zwölf Männer seien geisteskrank gewesen, weitere acht hätten unter emotionalen Störungen gelitten. Die chinesische Regierung hat nun entschieden, eine offizielle Untersuchung der Foxconn-Selbstmorde zu veröffentlichen, wie Reuters berichtet. Insgesamt gab es 2010 zehn Selbstmorde und zwei Selbstmordversuche.

Währenddessen gehen die landesweiten Streiks und Demonstrationen weiter.

Themenseiten: Business, China, Foxconn, Politik

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