Telekom startet LTE-Netzausbau in Brandenburg

Die ersten LTE-Basisstationen stehen in Kyritz und in Ziesar. 500 Orte ohne Breitbandzugang sollen noch dieses Jahr Highspeed-Mobilfunk erhalten. Ebenso viele bekommen erstmals UMTS oder DSL.

Logo Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat mit dem Netzausbau der neuen Mobilfunktechnologie Long Term Evolution (LTE) begonnen – und zwar in Ostdeutschland. Die ersten LTE-Basisstationen richtet sie in Kyritz und in Ziesar im Bundesland Brandenburg ein.

Bis zum Jahresende sollen nach Angaben des Unternehmens 1000 Orte ohne Zugriff auf das schnelle Internet mit Breitband erschlossen werden. Etwa 500 davon werden mit LTE versorgt, die weiteren 500 mit Funk- oder Festnetztechnologien wie UMTS oder DSL.

Die Telekom gibt sich zuversichtlich, die Auflagen der Bundesnetzagentur erfüllen zu können. Demnach sollen 90 Prozent der unterversorgten Orte bis 2016 an die schnelle Breitband-Infrastruktur angeschlossen werden. „Es geht um die Eintrittskarten für die Gigabit-Gesellschaft“, sagte Telekom-Vorstandsvorsitzender René Obermann. „Das tägliche Miteinander basiert immer mehr auf dem Netz und schnellen Verbindungen.“

Die Frequenzversteigerung war am 20. Mai zuende gegangen. Die Bieter machten insgesamt knapp 4,4 Milliarden Euro Umsatz. Für LTE geeignete Frequenzblöcke ersteigerten aber nur die Telekom, Telefónica O2 und Vodafone. E-Plus ging diesbezüglich leer aus – hat aber inzwischen erklärt, LTE-Kapazitäten bei den Mitbewerbern mieten zu wollen.

Themenseiten: Breitband, Business, Deutsche Telekom, LTE, Telekommunikation

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3 Kommentare zu Telekom startet LTE-Netzausbau in Brandenburg

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  • Am 15. Juni 2010 um 5:54 von Mike Mielke

    Telekom startet LTE in Brandenburg
    Liebe Redaktion,

    bitte recherchieren Sie doch vorher ein wenig genauer. Die Aussage, dass sich nur der 800 MHz Bereich (Digitale Dividende) für LTE eignet, stimmt so nicht. LTE ist ein Mobilfunkstandard, der sich auch in anderen Frequenzbändern nutzen lässt. Der entscheidende Vorteil des 800 MHz Bandes ist durch die Physik gegeben. Je geringer die Frequenz ist, umso höher die Reichweite. So kann man es salopp sagen. Demzufolge werden nur weniger Basisstationen benötigt, um in der Fläche kostensparend auszubauen.

    Bitte berichten Sie aber ruhig noch etwas intensiver über Brandenburg. Das ist super.

    • Am 15. Juni 2010 um 8:29 von ZDNet-Redaktion

      AW: Telekom startet LTE in Brandenburg
      Danke für Ihren Kommentar. Wir hätten eine Nachfrage: „Die Aussage, dass sich nur der 800 MHz Bereich (Digitale Dividende) für LTE eignet, stimmt so nicht.“ – Wo in unserem Text steht das?

      Viele Grüße,
      die Redaktion

      • Am 16. Juni 2010 um 5:48 von Mike Mielke

        AW: AW: Telekom startet LTE in Brandenburg
        Das steht indirekt dort.

        Zitat: "Für LTE geeignete Frequenzblöcke ersteigerten aber nur die Telekom, Telefónica O2 und Vodafone. E-Plus ging diesbezüglich leer aus ? hat aber inzwischen erklärt, LTE-Kapazitäten bei den Mitbewerbern mieten zu wollen."
        Zitat Ende.

        "…Für LTE geeignete Frequenzblöcke…" Und das stimmt eben so nicht !!!

        Wer die Versteigerung und vor Allem das Ergebnis der Auktion kennt, der weiss, das E-Plus im 800 MHz Bereich keinen Frequenzblock ersteigern konnte, sondern nur in den übrigen Frequenzbereichen 1,8 GHz , 2,0 GHz und 2,6 GHz (vgl.: http://www2.bundesnetzagentur.de/frequenzversteigerung2010/runde/runde224.html). Aber die LTE Technik beschränkt sich nicht alleine auf den 800 MHz Bereich. Grundsätzlich sind die Frequenzpakete technologieunabhängig. Weiterhin hat Telia Sonera in Stockholm ein LTE Netz im 2,6 GHz Bereich aufgebaut (vgl.: http://www.teliasonera.com/4g/about-4g.html).

        Das 800 MHz Spektrum eignet sich wegen der geringeren Dämpfung und der damit besseren reichweite für den Flächenausbau besser, als die höherfrequenten Bereiche.

        E-Plus will bei den Mitbewerbern ggf. Kapazitäten aus dem 800 MHz Bereich anmieten (vgl.: http://www.teltarif.de/e-plus-digitale-dividende-national-roaming/news/38923.html). Weiterhin kündigte E-Plus auch an, LTE im 2,1 GHz Band aufbauen zu wollen (vgl.:http://www.teltarif.de/e-plus-ceo-dirks-plaene-lte/news/38962.html).

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