Street View: Australien schaltet Polizei ein

Der australische Generalbundesanwalt Robert McClelland hat die Behörden aufgefordert, Ermittlungen einzuleiten. Eine Stellungnahme der Polizei steht noch aus. In den USA und Europa wird bereits geklagt.

Der australische Generalbundesanwalt Robert McClelland hat sich im Datenschutzskandal um Google Street View zu Wort gemeldet. „Angesichts der öffentlich geäußerten Bedenken ist meine Abteilung zu dem Schluss gekommen, dass hier substanzielle Probleme angesprochen wurden, die polizeilicher Ermittlung bedürfen“, sagte er bei einer Pressekonferenz.

McClelland forderte die australische Bundespolizei auf, unverzüglich Ermittlungen einzuleiten. Eine offizielle Stellungnahme von Seiten der Polizei steht noch aus. Google-Verantwortliche haben jedoch zugesichert, mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Kommunikationsminister Stephen Conroy bezeichnete die illegale Datensammlung via Street View als die „vermutlich größte Datenschutzverletzung der Geschichte in einer westlichen Demokratie“. Die Polizei in Queensland meldete, dass die Hälfte der getesteten WLANs in der Region ungesichert gewesen sei.

Australien reiht sich in eine immer längere Liste von Staaten ein, die Rechtsmittel gegen Google ergreifen. Das Unternehmen hat zugesagt, die illegal gesammelten Daten offenzulegen. In Deutschland wird ein Start von Street View nicht vor 2011 erwartet.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Datenschutz, Google, Internet, Privacy

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