Tablet- und Netbook-Hersteller sehen Software als Schlüssel zum Erfolg

Viele Firmen arbeiten bereits mit Software-Entwicklern zusammen oder bieten selbst Applikationen an. Software soll die von den Kunden gewünschten Funktionen liefern. Intel hält Hardware weiterhin für wichtig.

Tablet Eee Pad (Bild: Asus)
Tablet Eee Pad (Bild: Asus)

Auf der Messe Computex in Taipeh geht es zwar um Hardware, nach Meinung einiger PC-Hersteller sind es allerdings Software und Inhalte, die den Erfolg eines Gerätes ausmachen. Das Thema Software und Applikationen dominierte viele Gespräche von ZDNet mit Ausstellern. Allgemeiner Tenor: Man benötige primär Programme, welche die Bedürfnisse der Kunden befriedigen.

Shuttle zum Beispiel, Designer und Hersteller von kompakten Rechnermodellen aus Taiwan, konzentriert sich stark auf die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Bereich Software-Entwicklung, um die Applikationen bereitstellen zu können, die von den Anwendern gewünscht werden. „Uns sind Partnerschaften mit Softwareanbietern wichtig“, sagte eine Sprecherin des Unternehmens zu ZDNet.

Micro-Star International (MSI) beschäftigt nach eigenen Angaben intern 30 Software-Entwickler, deren Hauptaufgabe die Schaffung von Content ist, und arbeitet zusätzlich mit externen Programmierern zusammen. Eine MSI-Vertreterin warb gegenüber ZDNet damit, dass MSI-PC-Kunden auf dem Web-Portal des Unternehmens zusätzliche Applikationen herunterladen könnten. Diese sollten die auf dem System vorinstallierten Anwendungen ergänzen. „Wir hoffen, dass unsere Hardware in Kombination mit dem richtigen Content für unsere Kunden zu einem ganzheitlichen, ausgewogenen Produkt wird.“

MSIs Tablet, das im Vorfeld der Computex gezeigte WindPad, soll noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen. Das Gerät wird es in zwei Versionen geben, eine mit Windows 7, die andere mit dem Android als Betriebssystem. MSI installiert eine eigene Benutzeroberfläche.

Intels Vice President Shmuel Eden will trotzdem nicht glauben, dass Software-Hersteller in Zukunft den Ton angeben, während die Hardware in den Hintergrund tritt. „Wäre Hardware tatsächlich eine reine Massenware, dann sollten die PC-Preise auf dem gesamten Markt gleich sein. Aber das ist nicht der Fall“, argumentierte der Intel-Manager gegenüber ZDNet. Eden schloss sich aber der MSI-Sicht an, dass man ein ausgeglichenes Produkt mit guter Hard- und Software anbieten müsse. Eden: „Die Balance ist immer wichtig.“

Themenseiten: Android, Hardware, Intel, MSI, Marktforschung, Mobile, Netbooks, Tablet, Windows 7

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