Nach Googles Abkehr: Microsoft verteidigt Windows

Dem Softwareanbieter zufolge loben sogar Hacker die Sicherheitsfunktionen seines Betriebssystems. "Kundensicherheit hat bei uns oberste Priorität". Das offenbar von Google bevorzugte Mac OS X wird aktuell von Spyware bedroht.

Microsoft hat in einem Blogbeitrag auf Berichte reagiert, laut denen Google das Betriebssystem Windows wegen Sicherheitsbedenken aus dem Unternehmen verbannen möchte. Google selbst hat die Meldungen jedoch noch nicht bestätigt.

Der Eintrag im offiziellen Windows-Blog startet mit einer Retourkutsche: Google-Software sei unsicher, schreibt Brandon LeBlanc unter Bezug auf einen mehrere Monate alten Mashable-Bericht, in dem es heißt, die Yale-Universität habe die Einführung von Google Mail aus Sicherheitsgründen zurückgestellt.

„Wenn es um das Thema Sicherheit geht, geben sogar Hacker zu, dass wir bei der Absicherung unserer Produkte besser arbeiten als alle anderen. Das sehen aber nicht nur die Hacker so. Einflussreiche Drittanbieter und führende Unternehmen wie Cisco sagen uns, dass wir beim Engagement und bei den Investitionen anderen voraus sind“, so LeBlanc weiter.

Der Name „Google“ taucht in LeBlancs Blogeintrag nicht explizit auf. Stattdessen spricht er darüber, „ob ein bestimmtes Unternehmen den Einsatz von Windows zurückfährt.“ Ein Freundschaftsdienst kann die fehlende Namensnennung nicht sein. Die beiden Unternehmen konkurrieren auf vielen Gebieten, angefangen bei Betriebssystemen und Office-Produkten bis hin zu Suchmaschinen und Mobilgeräten.

Der Text enthält auch eine Spitze gegen den alten Rivalen Apple: Mac-OS-X-Anwender würden gerade durch eine neue Spyware bedroht. Das Apple-Betriebssystem soll angeblich bei Google das außer Dienst gestellte Windows ersetzen.

LeBlanc schließt seinen Blogbeitrag mit einer Aufzählung der Sicherheitsfunktionen von Windows 7 und dem Hinweis: „Für uns bei Microsoft hat die Sicherheit unserer Kunden oberste Priorität.“

Themenseiten: Betriebssystem, Google, Hacker, Microsoft, Windows 7, macOS

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