Intel baut ExaCluster-Labor in Jülich

Neben dem Forschungszentrum und dem Chiphersteller ist Cluster-Spezialist ParTec an Bau und Forschung beteiligt. Das Labor soll mit anderen Intel-Labs kooperieren - vor allem dem in Paris, das ebenfalls über Exascale-Computing forscht.

Das Forschungszentrum Jülich, Cluster-Spezialist ParTec und Intel haben eine Vereinbarung unterschrieben, ein ExaCluster-Labor in Jülich aufzubauen. Es wird eine öffentlich-private Partnerschaft zur Erforschung von Computersystemen mit der tausendfachen Leistung der heutigen schnellsten Supercomputer sein und in die Forschung von Intel Labs zu High Performance Computing (HPC) eingebunden, vor allem im Rahmen des Exascale Computing Research Center in Paris.

Logo Intel Labs Europe

Das ExaCluster-Labor ist das zwanzigste Forschungslabor von Intel Labs Europe. Zu Beginn wird dort ein Dutzend Forscher arbeiten, deren Anzahl mit der Zeit auf das etwa Dreifache wachsen soll. Im ExaCluster-Labor will man unter anderem freie Exascale-Runtime-Systemsoftware, Software-Werkzeuge und Simulationssoftware schreiben.

Flops sind Floating Point Operations Per Second, Fließkommaberechnungen pro Sekunde – eine Maßeinheit für die Leistungsfähigkeit von Supercomputern. Der Terminus Exaflops beschreibt die Abarbeitung von einer Trillion – eine 1 mit achtzehn Nullen – Instruktionen pro Sekunde. Systeme, die mit einer derartigen Geschwindigkeit arbeiten, werden Exascale-Systeme genannt.

Eine der Herausforderungen für Exascale-Systeme ist es beispielsweise, die Komplexität von Gesundheits- und biochemischen Phänomenen besser zu verstehen, um Organe detailgetreu abbilden und das Verhalten von Tumoren vorhersagen zu können. Je mehr Abhängigkeiten ein Supercomputer berücksichtigen kann, umso aussagekräftiger werden die Simulationsergebnisse für Ärzte und Forscher.

Die Entscheidung für Jülich hat laut Intel dessen Erfahrung im Supercomputer-Segment gegeben. Sein Rechnerverbund „Jugene“ ist gerade von Platz vier auf fünf in der Liste der leistungsstärksten Systeme weltweit zurückgefallen.

Themenseiten: Business, Forschung, Hardware, Intel, Supercomputing

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