Cray verteidigt Spitze des Supercomputer-Rankings

Den zweiten Platz belegt das chinesische System "Nebulae". Im Linpack-Benchmark erreicht es 1,271 Petaflops. Der Supercomputer "Jugene" des Forschungszentrums Jülich fällt auf Rang fünf zurück.

Crays Jaguar ist weiterhin der leistungsstärkste Supercomputer der Welt. Das geht aus der gestern auf der Supercomputing-Konferenz in Hamburg vorgestellten Top-500-Liste hervor, die Forscher der Universität Mannheim, des Lawrence Berkeley National Laboratory und der University of Tennessee zusammengestellt haben.

Den zweiten Platz belegt erstmals ein System aus China. Nebulae besteht aus Dawning-TC3600-Blade-Servern mit Intel-X5650-Prozessoren und Tesla-C2050 GPUs von Nvidia. Im Linpack-Benchmark erreicht Nebulae 1,27 Petaflops, was 1,27 Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde entspricht. Zum Vergleich: Crays Jaguar kommt auf 1,75 Petaflops. Allerdings verfügt der chinesische Rechner mit 2,98 Petaflops über eine höhere theoretische Maximalleitung als Jaguar, das bis zu 2,3 Petaflops erreichen kann.

IBMs Roadrunner, die ehemalige Nummer eins der Top-500-Liste, fällt mit 1,04 Petaflops auf den dritten Rang zurück, gefolgt von Kraken XT5 (832 Teraflops), einem weiteren Supercomputer von Cray. Der im Frühjahr 2009 im Forschungszentrum Jülich eingeweihte Supercomputer „Jugene“ (825 Teraflops) folgt auf Platz 5. Er ist weiterhin das schnellste System Europas.

Intel dominiert den Markt für High-Performance-Computing. In 425 Systemen (81,6) der Top-500-Liste sind Intel-CPUs verbaut. Opteron-Prozessoren von AMD treiben 47 Systeme an (9,4 Prozent), fünf mehr als vor fünf Monaten. Der Marktanteil von IBMs Power-Prozessoren sinkt auf 8,4 Prozent.

Die führenden Hersteller von Supercomputern sind IBM und Hewlett-Packard mit 198 (40 Prozent) beziehungsweise 185 (37 Prozent) Rechnern. Vor sechs Monaten lag HP noch vor IBM. Cray, SGI und Dell kommen jeweils auf Marktanteile zwischen 3 und 4 Prozent.

Die gemeinsame Rechenleistung der Top-500-Supercomputer steigt von 27,9 Petaflops im November 2009 auf 32,4 Petaflops (Bild: Top500.org).
Die gemeinsame Rechenleistung der Top-500-Supercomputer steigt von 27,9 Petaflops im November 2009 auf 32,4 Petaflops (Bild: Top500.org).

Themenseiten: Business, Cray, Hewlett-Packard, IBM, Intel, Nvidia, Supercomputing

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