Bangladesch und Pakistan sperren Zugang zu Facebook

Die Regierungen dieser Länder stören sich an einem Aufruf zu einem Mohammed-Malwettbewerb. Die kritisierte Facebook-Seite ist derzeit nicht verfügbar. Jetzt entscheidet ein Gericht, ob die Sperre verlängert wird.

Bangladesch blockiert seit Ende vergangener Woche den Zugang zum Social Network Facebook. Grund ist ein Aufruf auf dem Sozialen Netzwerk, den Propheten Mohammed zu malen. Zia Ahmed, Chef der Telekommunikationsbehörde des Landes, sagte gegenüber Associated Press (AP), die Regierung habe lokale Internet Service Provider aufgefordert, Facebook so lange zu blockieren, bis der Aufruf zum „Everybody Draw Mohammed Day“ entfernt sei.

Die zugehörige Facebook-Seite wurde erstellt, nachdem die Produzenten der Zeichentrickserie „South Park“ kritisiert hatten, der Fernsehsender Comedy Central habe eine Episode zensiert, die das islamische Verbot, den Propheten darzustellen, persifliert. Die Seite scheint allerdings nicht mehr vorhanden zu sein. Ein Link führt nur noch auf die Homepage von Facebook.

Am 19. Mai hatte auch Pakistan eine Blockade gegen Facebook verfügt. Der Oberste Gerichtshof des Landes entsprach einer Klage islamischer Anwälte, die die Aktion als eine Beleidigung des Islam bezeichneten. Sie sei eigens gestartet worden, um die religiösen Gefühle von Muslimen zu verletzen.

Die Sperre in Pakistan gilt bis Ende Mai. Dem AP-Bericht zufolge will das Gericht im Lauf des heutigen Tages entscheiden, ob das Verbot verlängert wird.

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