Microsoft strukturiert seine Entertainment-Sparte um

Präsident Robbie Bach und CTO J. Allard verlassen das Unternehmen. Allard steht künftig CEO Steve Ballmer als Berater zur Seite. Die derzeitigen Chefs der Bereiche Mobile Communications und Interactive Entertainment berichten künftig direkt an Ballmer.

Microsoft hat wie vermutet den Geschäftsbereich Entertainment and Devices umstrukturiert, zu dem neben Xbox, Videospielen und Consumer-Geräten auch die Windows-Phone-Sparte zählt. Präsident Robbie Bach, bisher Chef der Unterhaltungssparte, geht im Herbst in den Ruhestand. Darüber hinaus wird auch J. Allard, Chief Experience Officer und CTO, das Unternehmen verlassen. Allard steht nach Angaben eines Unternehmenssprechers künftig CEO Steve Ballmer als Berater für „einige spezielle Projekte“ zur Seite.

„In den vergangenen 22 Jahren stand Robbie für Kreativität, Innovation und Antrieb“, sagte Ballmer. „Mit dieser Einstellung hat er die Abteilung leidenschaftlich geleitet und Microsoft in den Bereichen interaktive Unterhaltung sowie Mobilität zum Erfolg geführt.“ Bach erklärte, er wolle seiner Familie und wohltätigen Zwecken mehr Zeit widmen.

Andrew Lees, Senior Vice President des Mobile Communications Business, und Don Mattrick, Senior Vice Präsident des Interactive Entertainment Business, behalten ihre Positionen und Aufgaben. Statt an Robbie Bach berichten beide künftig direkt an CEO Steve Ballmer.

Eine weitere personelle Veränderung betrifft David Treadwell. Der frühere Chef der Windows-Live-Entwicklung wechselt zur Xbox-Sparte und berichtet dort an Don Mattrick. Darüber hinaus wird Antoine Leblond Chef der Entwicklung von Webdiensten innerhalb der Windows-Sparte. Seine ehemalige Position als Entwicklungsleiter für Office übernimmt Kurt DelBene.

Microsofts Entertainment-Sparte steht vor der Veröffentlichung wichtiger Produkte. Sie wird noch in diesem Jahr die Bewegungsteuerung „Natal“ für die Konsole Xbox vorstellen, von der sich Microsofts Finanzchef Peter Klein wichtige Impulse verspricht.

Die Mobilfunkabteilung hofft, mit Windows Phone 7 an frühere Erfolge im Smartphone-Markt anknüpfen zu können. Microsoft gehörte zwar zu den ersten Smartphone-Anbietern, verschlief aber wegweisende Technologien wie Multitouchscreens und App Stores.

Laut Gartner ging der weltweite Anteil von Mobiltelefonen mit Microsoft-Betriebssystem im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr von 10,2 auf 6,8 Prozent zurück. Android legte im selben Zeitraum von 1,6 auf 9,6 Prozent zu, während Apples Marktanteil von 10,5 auf 15,4 Prozent wuchs.

Im Rahmen einer Umstrukturierung der Entertainment-Sparte verlassen Microsoft-Veteran Robbie Bach (links) und J. Allard das Unternehmen (Bild: Microsoft).
Im Rahmen einer Umstrukturierung der Entertainment-Sparte verlassen Microsoft-Veteran Robbie Bach (links) und J. Allard das Unternehmen (Bild: Microsoft).

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