Google-Gründer über WLAN-Scanning: „Wir haben es verbockt“

Auf der Entwicklerkonferenz I/O kündigte Sergei Brin verstärkte interne Kontrollen an, um ähnliche Datenschutzverstöße künftig zu vermeiden. Er sagte: "Wir werden alles tun, um das in uns gesetzte Vertrauen zu bewahren."

Sergei Brin auf der Google I/O (Bild: Tom Krazit/CNET)
Sergei Brin auf der Google I/O (Bild: Tom Krazit/CNET)

Einer der Google-Gründer, Sergei Brin, hat sich erstmals dazu geäußert, dass sein Unternehmen bei Street-View-Fahrten irrtümlicherweise auch Daten aus ungesicherten WLAN-Netzen gesammelt und gespeichert hat. Auf eine kritische Frage antwortete er auf der Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco: „In einem Satz: Wir haben es verbockt. Ich werde jetzt nicht nach Ausflüchten suchen.“

Brin griff auch Vorwürfe auf, Googles lockere Firmenkultur fördere Probleme wie die angeblich versehentliche Nutzung des Codes, der die Datensammlung per Street-View-Fahrzeug ermöglichte: „Wir haben eine Vielzahl interner Kontrollen, offensichtlich konnten sie den Fehler jedoch nicht verhindern. Wir werden unsere internen Kontrollen daher verstärken.“

Vertrauen sei sehr wichtig für Google, so Brin weiter. Sein Unternehmen werde alles tun, um dieses Vertrauen zu bewahren.

Google hatte die WLAN-Datensammlung bei Street-View-Fahrten erst vergangenen Freitag zugegeben. Zuvor hatte der Internetkonzern lediglich eingeräumt, nur öffentlich zugängliche Informationen wie SSIDs und MAC-Adressen erfasst zu haben.

Die gesammelte Datenmenge umfasst 600 GByte aus mehr als 30 Ländern. Laut Google hat man aber nur Fragmente übertragener Daten aufgezeichnet. In Deutschland wurde inzwischen Strafanzeige gegen Google wegen des Abhörens, Abfangens und Ausspähens von Daten erstattet.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Datenschutz, Google, Internet, Privacy

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