Microsoft zahlt 200 Millionen Dollar für VPN-Patente

Das ist das Doppelte der VirnetX gerichtlich zugesprochenen Summe. Allerdings hatte die erste Klage nur Windows XP und Vista abgedeckt. Die fraglichen Patente kommen aber wohl auch in Windows 7 und Server 2008 R2 zum Einsatz.

Microsoft hat mitgeteilt, dass es den laufenden Patentstreit mit VirnetX beendet, indem es 200 Millionen Dollar zahlt. Teil der außergerichtlichen Einigung ist, dass Microsoft VPN-Technologien in seinen Produkten verwenden darf.

VirnetX hatte Microsoft 2007 verklagt, da Windows XP und Vista seine Techniken nutzten, um einen virtuellen, verschlüsselten Tunnel durch das Internet abzusichern. Im März 2010 entschied ein US-Bezirksgericht zugunsten von VirnetX: Microsoft sollte wegen Verstoßes gegen VPN-Patente 105,75 Millionen Dollar zahlen. Zwei Tage nach diesem Urteil reichte VirnetX erneut Klage ein: Auch Windows 7 und Windows Server 2008 R2 nutzten die fraglichen patentierten Technologien, hieß es in der Anklage.

Die US-Patente tragen die Nummern 6.502.135 und 7.188.180, die bestimmte Möglichkeiten schildern, eine VPN-Verbindung über IP abzusichern. Die Klage wird im Zug der Vereinbarung eingestellt.

Die beiden Unternehmen haben eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben. Microsoft hielt seine Stellungnahme kurz, aber sehr höflich. „Wir freuen uns auf weitere Fortschritte von VirnetX, wenn es seine Technologien weiterentwickelt“, wird Rechtsberater Tom Burt zitiert. VirnetX selbst nutzte die Gelegenheit, auf sein Projekt Secure Domain Name hinzuweisen.

VirnetX ist eigentlich selbst Softwarehersteller – aber bisher nicht sonderlich erfolgreich. Eine Meldung bei der Börsenaufsicht vom 7. Mai wies einen Umsatz durch Patentgebühren in Höhe von 255.685 Dollar aus, wie die Agentur Reuters anmerkt. Seit seinem Markteintritt bis zum 31. März 2010 hat das Unternehmen 40,59 Millionen Dollar verloren.

Themenseiten: Business, Kommunikation, Microsoft, Networking, Netzwerk, Software, VirnetX

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