Nokia strukturiert sein Handygeschäft um

Künftig gibt es eine Einteilung nach Smartphones und mobilen High-End-Computern einerseits sowie günstigen Handys mit Symbian Series 40 andererseits. Die neue Struktur gilt ab 1. Juli 2010. Sie soll die Entwicklung neuer Geräte beschleunigen.

Nokia hat sich eine neue Konzernstruktur verordnet. Im Rahmen einer Reorganisation, die zum 1. Juli 2010 in Kraft tritt, gliedert der finnische Handyhersteller sein Geschäft mit Geräten und Dienstleistungen in drei Bereiche auf: Mobile Solutions, Mobile Phones und Markets. Die neue Aufteilung soll die Konkurrenzfähigkeit steigern und die Entwicklung neuer Geräte und Anwendungen beschleunigen.

Der Geschäftsbereich Mobile Solutions konzentriert sich auf mobile High-End-Computer und Smartphones. Als Betriebssysteme dienen Symbian und Meego. Die Sparte Mobile Phones hingegen beschäftigt sich mit günstigeren Handys, die bevorzugt unter Symbian Series 40 laufen sollen.

Das ehemalige Servicegeschäft ist nun Teil der Abteilung Mobile Solutions. Sie soll die Integration der Ovi-Dienste vorantreiben und neue Services entwickeln, die zusammen mit Nokia-Handys angeboten werden. Die Services-Sparte wird auch mit der Abteilung Mobile Phones zusammenarbeiten, um Dienste wie Ovi Life Tools, Ovi Mail, Ovi Store und Nokia Money in Einsteigergeräte zu integrieren.

Die neu geschaffenen Sparten Mobile Solutions und Mobile Phones erhalten jeweils ein eigenes Management. Sie verfügen auch über eigene Mitarbeiter für Forschung, Entwicklung und die Planung neuer Produkte. Der schon vorhandene Bereich Markets kümmert sich weiterhin um Verkauf, Marketing und die Betreuung von Lieferanten.

Einige Führungspositionen hat Nokia schon neu besetzt: Anssi Vanjoki wird die Leitung der Mobile Solutions Group übernehmen, während Alberto Torres und Jo Harlow für Meego-Geräte beziehungsweise Symbian-Smartphones verantwortlich sein werden. An der Spitze des Bereichs Mobile Phones steht künftig Mary McDowell. Sie ersetzt Rick Simonson, der Ende Juni seine Festanstellung bei Nokia aufgeben wird.

In Richard Green hat das Unternehmen auch einen neuen Chief Technology Officer ernannt, der für die technologische Strategie des Konzerns verantwortlich zeichnet. Green, früherer Vizepräsident von Sun Microsystems und zuletzt bei Nuance beschäftigt, ist direkt Anssi Vanjoki unterstellt.

Nokias neue Konzernstruktur soll die Entwicklung neuer Geräte und Dienste beschleunigen (Bild: Nokia).
Nokias neue Konzernstruktur soll die Entwicklung neuer Geräte und Dienste beschleunigen (Bild: Nokia).

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