IBM heizt Gebäude mit flüssiggekühlten Supercomputern

Die ETH Zürich nimmt das System mit 6 Teraflops zunächst zu Forschungszwecken in Betrieb. Der Aquasar genannte Supercomputer benötigt kein Kühlaggregat. IBM schätzt die Energieeinsparung gegenüber luftgekühlten Rechnern auf 40 Prozent.

Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) in Zürich hat Ende vergangener Woche einen Supercomputer von IBM in Betrieb genommen, der über eine Flüssigkühlung verfügt. Die Abwärme des Rechners nutzt sie, um das Gebäude zu heizen.

Forscher von IBM und der ETH Zürich sammeln nun Daten über den Energieverbrauch. Nach Angaben eines IBM-Vertreters soll bewiesen werden, dass es möglich ist, Hochleistungsrechner mit Flüssigkeit zu kühlen. Das Aquasar genannte System basiert auf zwei in einem Rack untergebrachten IBM-Blade-Center-Servern. Es erreicht eine Rechenleistung von 6 Teraflops.

Die von den Prozessoren erzeugte Abwärme sammeln Flüssigkeitskühlkörper, sogenannte „Microchannel Coolers“, die sich auf der Rückseite der Chips befinden. Sie leiten sie über Leitungen im Rack weiter. Anders als luftgekühlten Computern benötigt Aquasar keine Kühlaggregate. Stattdessen fließt das als Kühlflüssigkeit eingesetzte Wasser durch einen Wärmetauscher, der die darin enthaltene Wärmeenergie an die Fußbodenheizung des Gebäudes abgibt und kaltes Wasser an den Supercomputer zurückführt.

IBM schätzt, dass flüssiggekühlte Systeme im Vergleich zu luftgekühlten Computern 40 Prozent weniger Energie verbrauchen. Die Gesamtenergieaufnahme soll bei rund 20 Kilowatt liegen. Indem man die Abwärme zum heizen verwende, sinke der CO2-Ausstoß um voraussichtlich 85 Prozent, so IBM. Typischerweise werden rund 50 Prozent der Energie eines Rechenzentrums für die Kühlung benötigt.

IBMs Flüssigkühlung für Prozessoren soll bis zu 40 Prozent weniger Energie verbrauchen als luftgekühlte Systeme (Bild: IBM Research).
IBMs Flüssigkühlung für Prozessoren soll bis zu 40 Prozent weniger Energie verbrauchen als luftgekühlte Systeme (Bild: IBM Research).

Themenseiten: Business, Forschung, Green-IT, IBM

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