Wurm verbreitet sich über Yahoo Messenger

Die Malware wird als von einem Freund verschicktes Foto getarnt. Sie öffnet eine Hintertür und versendet sich selbst an Kontakte des Opfers weiter. Symantec hat sie auf den Namen W32.Yimfoca getauft.

Ein neuer Wurm verbreitet sich über Yahoo Messenger. Ein von einem Freund geschicktes angebliches Foto erweist sich als Schadsoftware, die auf Windows-Systemen eine Hintertür öffnet und sich an die IM-Kontakte des Nutzers weiterversendet.

Die Nachricht enthält nur eines der Wörter „foto“, „photo“ oder „photos“ zusammen mit einem Smily. Es folgt ein Link, der scheinbar auf eine Facebook-, Myspace– oder Bilderhosting-Seite verlinkt. Er verweist aber wirklich auf eine ausführbare Windows-Datei.

Der Wurm tarnt sich als von einem Freund geschicktes Foto (Screenshot: Symantec).
Der Wurm tarnt sich als von einem Freund geschicktes Foto (Screenshot: Symantec).

Symantec schreibt: „Führt man die Datei aus, kopiert sich der Wurm nach %WinDir%infocard.exe und trägt sich in die Liste der von der Windows-Firewall nicht blockierten Programme ein.“ Außerdem ändere er Registry-Einträge und stoppe den Windows-Update-Dienst. Das Unternehmen hat den Wurm als W32.Yimfoca registriert.

Anfällig für den Angriff sind Windows 95, Windows 98, Windows ME, Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, Windows NT und Windows Server 2003. „Der Wurm ist sehr gefährlich“, sagt Zulfikar Ramzan, technischer Direktor bei Symantec. „Da die Nachricht von einem Bekannten zu kommen scheint, ist die Gefahr größer, dass Anwender darauf klicken.“ Die Schadsoftware erlaube es den Angreifern auch, aus den befallenen PCs später ein Botnetz zu schaffen.

Erscheint eine solche Nachricht, sollte man keinesfalls "Ausführen" anklicken (Screenshot: Symantec).
Erscheint eine solche Nachricht, sollte man keinesfalls „Ausführen“ anklicken (Screenshot: Symantec).

Bitdefender stuft den Wurm in einem Blogbeitrag als Exemplar einer Familie ein, die Passwörter und andere kritische Daten ausschnüffeln könne. Dem Sicherheitsspezialisten Bkis zufolge läuft die Verbreitung des Wurms schon seit Wochenanfang.

Yahoo hat laut einem Blogeintrag mit der Arbeit an dem Problem begonnen. „Wir haben kürzlich erfahren, dass manche Anwender Spam-Nachrichten von Kontakten erhalten. „Wir haben sofort begonnen, die Situation zu verbessern. Wie immer empfehlen wir, dass Nutzer von Yahoo Messenger, die verdächtige Nachrichten mit einem Link erhalten, sich bei ihrem Kontakt absichern, bevor sie auf den Link klicken. Über Yahoo Messenger verschickte ausführbare Dateien (.EXE) sollten sie nicht öffnen.“

Themenseiten: Messenger, Yahoo

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