Apple verlangt für iAd-Werbung 1 Cent pro Banner und 2 Dollar pro Klick

Eine Kampagne kann Werbetreibende schnell bis zu eine Million Dollar kosten. Kunden, die zum Start der Plattform dabei sein wollen, müssen laut WSJ sogar 10 Millionen Dollar zahlen. App-Entwickler erhalten 60 Prozent des Anzeigenumsatzes.

Eine mit iAd erstellte Nike-Anzeige (Bild: James Martin/CNET)
Eine mit iAd erstellte Nike-Anzeige (Bild: James Martin/CNET)

Werbetreibende, die ihre Produkte über Apples neue Anzeigenplattform iAd mittels Apps für iPhone, iPod Touch und iPad vermarkten wollen, müssen unter Umständen tief in die Tasche greifen. Wie das Wall Street Journal berichtet, verlangt Apple für pro angezeigtem Banner 1 US-Cent und nochmals 2 Dollar, falls ein Nutzer auf das Banner klickt. So komme für eine größere Kampagne schnell eine Million Dollar zusammen, so die Zeitung.

Werbekunden, die beim Start von iAd dabei sein wollen, müssten für dieses Privileg sogar bis zu 10 Millionen Dollar an Apple zahlen, zitiert das WSJ eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Aktuell werden für die Platzierung von Werbung in Handyapplikationen angeblich zwischen 100.000 und 200.000 Dollar fällig.

Mit iAd lassen sich dynamische und interaktive Anzeigen in eine mobile Anwendung einbinden. Basierend auf Faktoren wie den getätigten iTunes-Downloads oder dem Standort des Nutzers, können Werbetreibende spezielle Zielgruppen ansprechen.

Zunächst will Apple die Anzeigen selbst anfertigen, um gewisse Standards bei Gestaltung, Format und Funktion zu gewährleisten. Später soll es ein Entwicklerkit geben, mit dem Kunden eigene Anzeigen erstellen können. Allerdings wird Apple – ähnlich wie bei Anwendungen für den App Store – jede davon einer Zulassungsprüfung unterziehen.

Obwohl iAd einen hohen Verbreitungsgrad und gute Profite verpricht, sieht nicht jeder Werbekunde die Marketingplattform positiv. Vor allem Apples Kontrollwut stößt auf Kritik. „Als Creative Director verstehe ich, dass sie dieses Baby erschaffen haben und nun sicherstellen wollen, das es auch umwerfend aussieht. Aber als Creative Director fühle ich mich auch nicht wohl dabei, dass Apple die gesamte kreative Arbeit machen will“, sagte Lars Bastolm von der Werbeagentur Ogilvy dem WSJ.

Bei der Vorstellung von iAd Anfang April hatte Steve Jobs die Plattform auch als Möglichkeit für Anwendungentwickler beworben, kostenlose oder kostengünstige Apps anzubieten und dennoch einen Teil ihrer Entwicklungskosten wieder hereinzuholen. Für den Verkauf und die Bereitstellung der Anzeigen verlangt Apple 40 Prozent des Umsatzes. Die restlichen 60 Prozent gehen an die Entwickler, die die Werbung in ihre Apps einbetten.

Nach Informationen des WSJ wird iAd zusammen mit iPhone OS 4.0 im Juni starten und zunächst für iPhone und iPod Touch bereitstehen. Unterstützung für das iPad soll später im Jahr folgen.

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Themenseiten: Apple, Business, Mobil, Mobile, iPad, iPhone, iPod

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