Google integriert Web Open Font Format in Chrome

Mozilla, Microsoft und Opera unterstützen das offene Format für Web-Schriftarten bereits. Chrome wird damit der vierte der fünf wichtigsten Browser mit WOFF-Unterstützung sein. Er soll WOFF künftig intern in True-Type-Schriften übersetzen.

Google hat angekündigt, das Web Open Font Format (WOFF) in seinen Browser Chrome zu integrieren. Mozilla hatte das offene Format für Web-Schriftarten aus der Taufe gehoben, Microsoft und Opera schlossen sich als Sponsoren an. In Google hat es jetzt einen weiteren einflussreichen Unterstützer.

„Es sieht so aus, als ob wir uns entschlossen haben, WOFF in Chromium zu implementieren“, schreibt Google-Mitarbeiter Adam Langley im Chromium Issue Tracker. Man wolle den Standard so umsetzen, dass WOFF intern für den Browser in True-Type-Fonts übersetzt werde. True-Type ist vor allem auf Windows– und Mac-OS-X-Systemen verbreitet.

Google hat sich noch nicht dazu geäußert, ab welcher Chrome-Version die WOFF-Unterstützung umgesetzt werden soll. Langley schrieb dazu 2009: „Fonts sind schwierig.“

Dank WOFF-Unterstützung können Browser Schriftarten herunterladen, die mit einer Website verbunden sind. Web-Designer haben dadurch mehr Freiheiten bei der Gestaltung ihrer Seiten. Gegenwärtig sind die meisten Websites auf wenige Schriften beschränkt. Designer können nur solche Fonts verwenden, die auch auf dem Rechner des Betrachters installiert sind. Das sind im Normalfall nur wenige Standard-Fonts wie „Arial“ oder „Times New Roman“.

Mit Chrome würden vier der fünf am weitesten verbreiteten Browser WOFF unterstützen. Es fehlt nur noch Apples Safari. Auch viele Schriftdesigner unterstützen das offene Format, weil es Urheberrechtsinformationen enthalten kann. Ein weiterer Vorteil: WOFF-Fonts lassen sich komprimieren. Statt der ganzen Schriftart müssen nur die tatsächlich benötigten Buchstaben und Zeichen geladen werden, was den Aufruf einer Website beschleunigt.

Das World Wide Web Consortium (W3C) ist gerade dabei, WOFF zu standardisieren. In aktuellen Browsern werden Schriftarten meist über Cascading-Style-Sheets (CSS) und die darin enthaltene Regel „@font-face“ auf Websites eingebettet. Allerdings ist die Umsetzung nicht in allen Browsern gleich, was Web-Designern Kopfzerbrechen bereitet. Eine andere – allerdings proprietäre – Technik ist Embedded Open Type (EOT) von Microsoft.

Die Diavlo-Schrifttype als Web Font (Bild: Ralf Herrmann's Typography Weblog)
Die Diavlo-Schrifttype als Web Font (Bild: Ralf Herrmann’s Typography Weblog)

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