IBM bringt Steuersoftware für US-Finanzämter

Die Lösung wurde innerhalb eines Projekts zur Betrugsbekämpfung entwickelt. Sie schlägt den Behörden ein effizientes Vorgehen vor. IBM: "Das Eintreiben von Steuern ist auf der ganzen Welt komplex, rückständig, teuer und grundsätzlich ineffektiv."

IBM dringt in ein weiteres Marktsegment vor: Das Programm Tax Collections Optimizer soll US-Bundesstaaten das Eintreiben von Steuern erleichtern. Es wurde von IBM Research im Rahmen von Software zur Betrugserkennung entwickelt.

Die Software berechnet IBM zufolge aus den vorliegenden Daten, wie viel Steuern die Bürger noch schuldig sind, und korreliert diesen Wert mit deren bisherigem Zahlungsverhalten. Anschließend fließen auch die aktuelle Arbeitslast der Steuerbehörde und das verfügbare Personal ein. Aufgrund dieser Daten gibt die Software Empfehlungen, wie die Finanzämter am schnellsten zu ihrem Geld kommen.

In der Erprobungsphase der Software war der Staat New York involviert. Er hofft laut IBM, in den kommenden drei Jahren durch Tax Collections Optimizer rund 100 Millionen an Steuergeldern zusätzlich einzutreiben. So gut wie alle US-Staaten haben IBM zufolge Steuern in Milliardenhöhe ausstehen.

„Die heutige Vorgehensweise beim Eintreiben nicht bezahlter Steuern ist auf der ganzen Welt komplex, rückständig, teuer und grundsätzlich ineffektiv“, so Michael Schroeck, zuständig für Geschäftsanalysen und Optimierungsdienste innerhalb von IBM Global Business Services. „Die Ämter müssen mit mehr Informationen und Daten als jemals zuvor zurechtkommen, aber sie wissen selbst, dass sie mit der Entwicklung nicht Schritt halten können.“

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