Gnome 2.30 ist fertig

Die neue Version der Desktop-Umgebung für Linux und Unix korrigiert hunderte Fehler und nimmt zahlreiche Detailverbesserungen vor. Der Dateimanager Nautilus bietet nun eine geteilte Ansicht. Auch der Browser Epiphany wurde deutlich erweitert.

Die Gnome-Entwickler haben Version 2.30 ihrer Desktop-Umgebung für Linux und Unix freigegeben. Das Update korrigiert hunderte Fehler und nimmt von vielen Nutzern gewünschte Verbesserungen vor.

Beispielsweise bietet der Dateimanager Nautilus nun einen geteilten Ansichtsmodus. Als Standard ist der Browsermodus voreingestellt, der den bisherigen räumlichen Modus ersetzt.

Der Instant Messenger Empathy stellt ab sofort Informationsbalken in der Kontaktliste dar, wenn die Verbindung zu einem Konto scheitert. Über eine eingeblendete Schaltfläche ist das erneute Verbinden oder die Bearbeitung der Einstellungen möglich. Dateien lassen sich jetzt per Drag and drop in die Kontaktliste oder ein aktives Chatfenster versenden. Außerdem wurden die IRC- und Facebook-Chatfunktionen erweitert und eine Suche in die Unterhaltungsfenster integriert.

Der in Gnome enthaltene Browser Epiphany hat ebenfalls neue Funktionen erhalten. Er kann nun Passwörter im Gnome-Schlüsselbund speichern. Plug-ins wie Flash oder Java lassen sich jetzt einzeln deaktivieren. Außerdem warnt der Browser ab sofort beim Besuch von Websites mit nicht anerkannten SSL-Zertifikaten.

Das Epiphany-Update bringt auch bekannte Funktionen wie Druckvorschau, Favicon-Unterstützung, Navigationspfeil und Kontextmenüs zurück. Letztere sind nun zu benutzerdefinierten Seitenmenüs kompatibel, etwa zu denen von Google Docs. Den Erweiterungen wurde unter anderem html5tube hinzugefügt, wodurch für YouTube-Videos kein Flash mehr benötigt wird.

Weitere Verbesserungen betreffen das Notizprogramm Tomboy, die Benutzerverwaltung, das Zeiterfassungsapplet, den VNC-Client Vinagre und den Bildschirmleser Orca. Eine Liste der wichtigsten Neuerungen findet sich in den Release Notes.

Gnome 2.30 steht ab sofort zum Download via Bittorrent bereit. Um die Desktop-Umgebung ohne Installation testen zu können, bietet das Projektteam eine Live-CD an. Eine Liste von Distributionen, die Gnome in der aktuellen Version verwenden, findet sich ebenfalls auf der Projekt-Website.

Das nächste große Update für Gnome ist Version 3.0, die laut offiziellem Zeitplan am 29. September 2010 erscheinen wird. Gnome 3.0 bekommt unter anderem eine neue Oberfläche mit Gnome-Shell und ein Aktivitätsjournal zur einfachen Dateiverwaltung.

Der Dateibrowser Nautilus verfügt nun über einen geteilten Ansichtsmodus (Bild: Gnome.org).
Der Dateibrowser Nautilus verfügt nun über einen geteilten Ansichtsmodus (Bild: Gnome.org).

Themenseiten: GNOME, Linux, Open Source, Software

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