Großbritannien erhebt Sondersteuer für Breitbandausbau

Jeder Anschlussinhaber zahlt 6 Pfund jährlich. Die Steuer gilt ab 1. Oktober 2010. Mit den insgesamt 175 Millionen Pfund pro Jahr will die Regierung Brown ein Wahlversprechen umsetzen und Breitband auch im ländlichen Raum verfügbar machen.

Der britische Schatzkanzler Alistair Darling hat bestätigt, dass die Regierung eine Steuer von 50 Pence pro Monat auf Telefonanschlüsse erheben wird. Sie soll ab 1. Oktober 2010 gelten.

Breitbandabdeckung in Großbritannien und Nordirland (Bild: Point Topic)
Breitbandabdeckung in Großbritannien und Nordirland (Bild: Point Topic)

Die Zusatzeinnahmen will die Regierung darauf verwenden, wie von ihr versprochen die Verfügbarkeit von schnellen Breitbandanschlüssen bis 2017 auf 90 Prozent des Landes auszudehnen. Pro Jahr summiert sich die Steuer auf 6 Pfund (6,73 Euro) pro Teilnehmer, das sind 175 Millionen Pfund (196 Millionen Euro) landesweit. So könne man auch Gegenden mit schnellen Anschlüssen ausstatten, wo ein kommerzieller Anbieter nicht aktiv werden wolle.

Darling sagte vor dem Parlament, das Vereinigte Königreich habe „das Potential zum weltweiten Marktführer der digitalen Wirtschaft“, mit tausenden neuen Firmen und hunderttausenden Stellen. So könne man auch viele staatliche Dienstleitungen billiger machen. „Wir haben entschieden, dass wir sicherstellen müssen, dass nicht nur Städte, sondern auch ländliche Gegenden erschlossen werden und dass nicht nur die Wohlhabenden profitieren.“

Premierminister Gordon Brown hatte Anfang der Woche schon eine hundertprozentige Breitbandabdeckung versprochen – allerdings unverbindlich, ohne Zeitplan. Auch die konservative Partei, derzeit in der Opposition, hat in ihrem letzten Wahlversprechen die Breitbandabdeckung zum Thema gemacht und Internet mit 100 MBit/s für alle Briten versprochen.

Themenseiten: Breitband, Politik, Telekommunikation

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