Microsofts Echtzeitsuche kommt am 29. März nach Deutschland

Dann zeigt Bing.de zusätzlich zu herkömmlichen Suchergebnissen auch Twitter-Meldungen zu populären Themen an. Alternativ lässt sich gezielt nach Tweets suchen. Spam, Duplikate und jugendgefährdende Inhalte filtert Microsoft heraus.

Kurz nach Google bietet auch Microsoft seine in den USA im vergangenen Jahr eingeführte Echtzeitsuche in Deutschland an – nämlich ab dem 29. März. Wer unter Bing.de populäre Themen eingibt, erhält künftig neben den herkömmlichen Suchergebnissen auch die Twitter-Meldungen in Form von „Instant Answers“. Über den darunter angezeigten Link „Weitere Ergebnisse in sozialen Netzwerken“ ist zudem eine gezielte Suche nach öffentlich freigegebenen Kurzmeldungen des Mikrobloggingdiensts möglich.

Alternativ können Nutzer die Twitter-Suche per Bing direkt über www.bing.de/twitter aufrufen. Dort zeigt eine Schlagwortwolke die am stärksten diskutierten Themen an. Nach Eingabe eines Suchbegriffs listet die Suchmaschine die neuesten Nachrichten auf, die zum gewählten Thema auf Twitter gepostet wurden.

„Um die Twitter-Suche technologisch möglich zu machen, haben wir von Twitter einen Zugang zu seinem kompletten Feed erhalten. Das ermöglicht uns, Inhalte aus dem sozialen Netzwerk zu sammeln und zu analysieren und unseren Nutzern die relevantesten Inhalte anzuzeigen“, sagt Toni Pelg, Search Marketing Manager bei Microsoft Deutschland.

Bing bereite die Inhalte so auf, dass möglichst kein Spam, keine Duplikate und keine pornografischen Inhalte angezeigt werden. Die dafür entwickelte „Social Reputation Technology“ ermögliche es, die Twitter-Mitglieder zu identifizieren, die qualitativ hochwertige Inhalte und einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit innerhalb eines bestimmten Themas böten. Die Bewertung basiere beispielsweise auf der Zahl ihrer Follower oder darauf, wie häufig sie von anderen zitiert werden.

Außerdem entschlüsselt Bing laut Microsoft die durch URL-Verkürzungsdienste erstellten Links, die in den Nachrichten enthalten sind. So sieht der Nutzer, auf welche Webseite ihn ein Link führt, und vermindert damit das Risiko, eine getarnte Phishing-Seite oder einen Malware-Download aufzurufen.

Zusätzlich zu Twitter-Meldungen zeigt Bing die Links an, die mit dem gesuchten Stichwort am häufigsten über Twitter verbreitet wurden. Darunter listet die Suchmaschine alle Kurznachrichten auf, die auf diesen Link verweisen.

Auch eine Retweet-Funktion hat Microsoft integriert, mit der sich Tweets – mit Referenz auf den ursprünglichen Autor – an die eigenen Twitter-Kontakte weiterleiten lassen. Bing behält alle Tweets sieben Tage lang im Index.

Die Suchmaschinen von Google und Yahoo bieten ähnliche Echtzeitsuchfunktionen an. Letztere liefert Twitter-Nachrichten aber mit einer Verzögerung von 15 bis 20 Minuten, weil sie die öffentliche API des Mikrobloggingdiensts verwendet.

Bing.de listet demnächst auch für die Öffentlichkeit freigegebene Twitter-Meldungen (Bild: Microsoft).
Bing.de listet demnächst auch für die Öffentlichkeit freigegebene Twitter-Meldungen (Bild: Microsoft).

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