Nokia beantragt Patent für selbstladenden Handyakku

Bewegungen des Besitzers sollen ausreichen, um die Batterie zu laden. Dazu werden schwere Bauteile auf Schienenpaaren angebracht. Die Komponenten drücken bei Positionsänderungen Piezoelemente zusammen, die dann Strom erzeugen.

Nokia hat beim amerikanischen Patentamt (USPTO) ein Patent beantragt, das einen selbstladenden Handyakku beschreibt. Laut einem Bericht von New Scientist reichen Bewegungen des Besitzers – beispielsweise beim Gehen – aus, um den Akku zu laden.

Wie es in dem Ende Februar eingereichten Antrag heißt, werden schwere Bauteile innerhalb des Mobiltelefons, etwa der Akku, auf einem festen Rahmen angebracht. Dieser sitzt auf zwei Schienenpaaren, die horizontale und vertikale Bewegungen ermöglichen. An den Enden der Schienenpaare sind Nokia zufolge Piezoelemente angebracht, die zusammengedrückt werden und dadurch elektrische Spannung erzeugen. Sie laden einen Kondensator auf, der wiederum die Energie an den Akku weiterleitet. Wann die Technik Marktreife erlangen wird, ist nicht bekannt.

Im vergangenen Jahr hatte ein Forschungszentrum von Nokia im britischen Cambridge bekannt gegeben, an einem Verfahren zu arbeiten, um ohnehin vorhandene Radiowellen in der Luft, sogenannten Elektrosmog, zur Stromerzeugung zu nutzen. Ähnlich wie bei RFID-Chips werden dabei elektromagnetische Wellen in elektrische Signale umgewandelt. Die Leistung erster Prototypen liegt bei etwa 3 bis 5 Milliwatt.

Themenseiten: Forschung, Green-IT, Handy, Mobil, Mobile, Nokia

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