China Unicom nimmt trotz Ärger mit Google Android-Handys ins Programm

Die chinesische Regierung will den Einsatz des Handy-Betriebssystems nicht untersagen. Google muss sich aber an die nationalen Regulierungsbestimmungen halten. Auch Lenovo setzt weiter auf Android.

Der zweitgrößte chinesische Mobilfunkanbieter China Unicom wird nach Verzögerungen nun doch Android-Handys in sein Programm aufnehmen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Geschäftsführer Chang Xiaobing soll ihr am Rand einer Konferenz in Peking mitgeteilt haben, dass der Provider anerkenne, „dass Android ein Mainstream-System ist“. Deshalb werde man „definitiv Google Android auf unseren Handys einsetzen“.

Die chinesische Regierung hat mitgeteilt, dass sie die Nutzung von Android nicht einschränken wird, wenn Google den Regulationsbestimmungen des Landes folgt. Auch Lenovo plant nach eigener Aussage nach wie vor, mit Android-Geräten auf den chinesischen Markt zu kommen – darunter ein Smartphone.

Nach der Entdeckung von Angriffen auf Google, die angeblich aus China kamen, hatte man einen geplanten Start von zwei Android-Handys in China erst einmal verschoben. Von den „Operation Aurora“ getauften Angriffen waren nicht nur Google und mindestens 30 andere große US-Unternehmen betroffen, sondern auch chinesische Bürgerrechtler, die Mail-Konten bei Google hatten. Das Unternehmen erwog deshalb, sich ganz aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen. Ob diese Drohung neben der Suchmaschine google.cn auch andere Sparten wie eben Android einschloss, blieb von Anfang an ungewiss.

Google und die chinesische Regierung hatten ihre Gespräche Ende Februar wieder aufgenommen.

Themenseiten: Android, China, Google, Handy, Mobil, Mobile

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