FTC entdeckt sensible Daten von Firmen und Behörden in P2P-Netzen

Es handelt sich um Krankenakten, Sozialversicherungsnummern und Finanzberichte. Sie ermöglichen Identitätsdiebstahl und Industriespionage. Betroffen sind Schulen, Regionalverwaltungen und Großunternehmen.

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Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat sensible Daten von fast 100 Firmen und Behörden in Peer-to-Peer-Netzwerken entdeckt. Daraufhin wurden Warnungen an die betroffenen Schulen, Regionalverwaltungen und Unternehmen mit bis zu mehreren Zehntausend Beschäftigten verschickt.

Bei den gefundenen Daten handelt es sich um Informationen über Kunden und Angestellte. Sie ermöglichten Identitätsdiebstahl, Industriespionage und andere Verbrechen, so die FTC. „Unglücklicherweise sind Unternehmen und Institutionen aller Größenordnungen für Datenverluste über P2P-Netze anfällig“, erklärte der FTC-Vorsitzende Jon Leibowitz. „Wir haben beispielsweise Daten aus Krankenakten, Finanzberichte, Führerscheine und Sozialversicherungsnummern gefunden.“

Die FTC rät Unternehmen, die P2P-Anwendungen einsetzen, ihre Software so zu gestalten, dass eine unbeabsichtigte Freigabe von Dateien verhindert wird. Die von Datenverlusten betroffenen Firmen forderte sie auf, ihre Sicherheitsrichtlinien zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

In der Vergangenheit hatten Datenverluste durch Filesharing-Programme in Krankenhäusern, Behörden, Pharmaunternehmen und Finanzinstitutionen in den USA zu Untersuchungen durch den US-Kongress geführt. Nach Ansicht von Sicherheitsexperten stellen P2P-Technologien eine grundsätzliche Gefahr für die Sicherheit in Netzwerken dar.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Datenschutz, Federal Trade Commission, Tauschbörse

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