Bericht: EU genehmigt Suchabkommen zwischen Microsoft und Yahoo

Am Freitag läuft eine von den Wettbewerbshütern gesetzte Frist ab. Es soll keine Auflagen geben. Das Abkommen kann bis zur Zustimmung der US-Behörden aber noch nicht in Kraft treten.

Yahoo-CEO Carol Bartz und Microsoft-Boss Steve Ballmer erhalten vorraussichtlich noch diese Woche grünes Licht aus Brüssel für das gemeinsame Suchabkommen (Bild: Microsoft/Yahoo).
Yahoo-CEO Carol Bartz und Microsoft-Boss Steve Ballmer erhalten vorraussichtlich noch diese Woche grünes Licht aus Brüssel (Bild: Microsoft/Yahoo).

Die Europäische Kommission wird voraussichtlich noch im Lauf dieser Woche das geplante Suchabkommen zwischen Microsoft und Yahoo absegnen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit den Vorgängen vertrauten Quellen. Demnach werden die Wettbewerbshüter am kommenden Freitag der Zusammenarbeit ohne Auflagen zustimmen. Zu diesem Zeitpunkt läuft eine von der EU gesetzte Frist ab.

Die im Dezember 2009 unterzeichnete Vereinbarung zwischen den beiden Partnern sieht vor, dass Yahoo Search künftig Microsofts Suchmaschine Bing verwenden wird. Yahoo übernimmt den weltweiten und exklusiven Verkauf von Werbung an die Anzeigenkunden beider Unternehmen. Microsoft und Yahoo versprechen sich davon zweistellige Zuwächse bei den Einkünften pro Suchanfrage („Revenue per Search“).

Sollte die EU tatsächlich zustimmen, muss das Suchabkommen noch eine weitere Hürde nehmen, bevor es in Kraft treten kann: Derzeit läuft noch eine Untersuchung der US-Justiz zu möglichen Auswirkungen auf den Suchmarkt. Im September 2009 hatte das Justizministerium Informationen von Microsoft und Yahoo angefordert. Trotzdem rechnen beide Unternehmen damit, dass die Zusammenarbeit wie geplant Anfang 2010 umgesetzt werden kann.

Laut Comscore würden Microsoft und Yahoo in den USA einen gemeinsamen Anteil am Suchmarkt von 28,3 Prozent erreichen. Damit bliebe Google weiterhin der dominierende Anbieter.

Themenseiten: Bing, Business, Microsoft, Suchmaschine, Yahoo

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