Insiderhandel: Früherer Intel-Manager bekennt sich schuldig

Rajiv Goel hat den Hauptangeklagten mit Informationen zu unveröffentlichten Quartalszahlen und geplanten Investitionen von Intel versorgt. Ihm drohen bis zu 25 Jahre Haft. Das Strafmaß verkündet das Gericht am 28. Mai.

Der frühere Intel-Manager Rajiv Goel hat vor Gericht eine Beteiligung am Börsenskandal um den Hedgefonds-Manager der Galleon Group, Raj Rajaratnam, eingeräumt. Wie die New York Times berichtet, hat er sich in den Anklagepunkten Verschwörung und Betrug mit Wertpapieren für schuldig erklärt.

Goel, der eine leitende Position in Intels Finanzorganisation bekleidet hatte, gestand, Rajaratnam im Jahr 2007 vor der Veröffentlichung Details zu den Quartalszahlen seines Arbeitgebers übermittelt zu haben. Zudem gab er Informationen über ein Joint Venture zwischen Sprint Nextel und Clearwire weiter, an dem sich Intel mit einer Milliarde Dollar beteiligen wollte.

„Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mein Verhalten bedauere“, sagte Goel dem Bericht zufolge vor einem Bundesgericht in Manhattan. Goel hat sich bereit erklärt, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Im droht eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren. Das Strafmaß soll am 28. Mai verkündet werden. Bis dahin bleibt Goel gegen eine Kaution von 750.000 Dollar auf freiem Fuß.

Laut New York Times ist Goel der zehnte Beteiligte, der sich in dem im Oktober 2009 aufgedeckten Börsenskandal für schuldig erklärt hat. Raj Rajaratnam, Gründer der Galleon Group, soll Insidergeschäfte mit Aktien von Technologieunternehmen wie Intel, Google, AMD und IBM getätigt haben. Dabei erhielt er auch Unterstützung von einem IBM-Manager. Angeblich ist auch der frühere AMD-CEO Hector Ruiz in die Vorgänge verwickelt.

Themenseiten: AMD, Business, Gerichtsurteil, IBM, Intel

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