Briten starten Petition gegen Internet Explorer 6

Neben Sicherheitsbedenken nennt der Initiator die schwache Javascript-Performance als wichtigen Grund. Websites zu IE6 kompatibel zu halten verursacht seiner Erfahrung nach Zusatzkosten. Auch Microsoft selbst drängt zum Umstieg.

Britische Bürger haben eine Petition gestartet, die ihre Regierung dazu bringen soll, den Internet Explorer 6 (IE6) aufzugeben. „Die Unterzeichner bitten den Premierminister, Regierungseinrichtungen zu einem Upgrade von Internet Explorer 6 zu ermutigen“, heißt es darin. Nur Briten und Personen mit Wohnsitz in Großbritannien können unterzeichnen. Nach etwa 24 Stunden haben dies allerdings erst gut 60 Bürger getan.

Der 2001 veröffentlichte Browser habe einige erhebliche Sicherheitslücken, die einen Angriff ermöglichten, schreibt Initiator Dan Frydman, der bei einem Online-Publishing-Dienstleister namens Inigo arbeitet. „Die deutsche und die französische Regierung empfehlen das Upgrade von Internet Explorer 6. Sie haben ihre Bevölkerung informiert, dass sie mit einem Upgrade sicherer im Internet unterwegs sind. Wir sollten ihrem Vorbild folgen. Wenn die Regierung des Vereinigten Königreichs hier vorangeht, wird der größte Teil Europas folgen – und auf die USA dürfte eine solche Entscheidung ebenfalls Druck ausüben.“

Als Gründe für den Umstieg von IE6 nannte Frydman in einem Interview neben der größeren Sicherheit für den Anwender die Schwierigkeiten, Websites zu IE6 kompatibel zu halten. Die geringe Ausführungsgeschwindigkeit von Javascript mache den Browser beispielsweise ungeeignet für moderne AJAX-Websites. So verursache der veraltete Browser auch Kosten, indem er die Erstellung von Websites erschwere. Frydman zufolge können manche Regierungsangestellte nicht auf ihre eigene Website zugreifen, weil der IE6 dazu nicht in der Lage ist.

Zahlreiche IT-Unternehmen – darunter Microsoft selbst – raten zu einem Upgrade von IE6. Google hat gestern erst den Support von IE6 eingestellt.

Der Browser war 2001 noch vor Windows XP erschienen. Mit IE7 und IE8 gibt es zwei Nachfolger von Microsoft – und immer mehr Alternativen. Firefox setzt mittlerweile fast ein Viertel der Internetnutzer ein, und Apple Safari sowie Google Chrome kommen zusammen auf etwa zehn Prozent Marktanteil. Microsofts Support für IE6 läuft allerdings erst im Juli 2014 aus.

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