Wikileaks stellt vorübergehend den Betrieb ein

Auf diese Weise will man Spenden generieren. Allein die Betriebskosten belaufen sich auf 200.000 Dollar jährlich. Mit Personalkosten käme man auf 600.000 Dollar. Bisher sind erst 130.000 Dollar eingegangen.

Wikileaks wirbt um Spenden von Nutzern (Screenshot: ZDNet).
Wikileaks wirbt um Spenden von Nutzern (Screenshot: ZDNet).

Die Website Wikileaks hat vorübergehend den Betrieb eingestellt. Mit dieser drastischen Maßnahme will man auf finanzielle Probleme hinweisen und zu Spenden aufrufen.

Wikileaks veröffentlicht anonym zugespielte Dokumente. Darunter waren in der Vergangenheit geheime Verträge zum Autobahn-Maut-System „Tollcollect“, Pager-Nachrichten von Passagieren der am 11. September 2001 entführten US-Flugzeuge, aufschlussreiche Argumentationsleitfäden von Parteien oder auch Sperrlisten für Internet-Zensurmaßnahmen.

Auf der Homepage heißt es jetzt: „Um die finanzielle Basis für ein Überleben 2010 zu schaffen, haben wir nach langem Zögern den kompletten Betrieb ausgesetzt, werden aber bald wieder online sein.“ Bisher habe man 130.000 Dollar an Spenden für das laufende Jahr erhalten, aber allein die Kosten beliefen sich auf 200.000 Dollar jährlich. Würde man die Mitarbeiter bezahlen, käme man auf ein Budget von 600.000 Dollar.

Mit den Online-Preisen, die Wikileaks erhalten habe, könne man die Rechnungen nicht bezahlen. Auch von Regierungen und anderen öffentlichen Stellen Fördermittel zu akzeptieren, sei für Wikileaks unmöglich. „Uns liegen hunderttausende Seiten aus korrupten Banken vor, über US-Gefangenenlager, den Krieg im Irak, China, die UN und vieles andere, die wir derzeit aus finanziellen Gründen nicht veröffentlichen können. Sie können das ändern – und so die Welt verändern. Schon mit 10 Dollar ermöglichen Sie, dass wir einen dieser Reports in zehntausend Hände geben.“

Themenseiten: Internet, Kommunikation, Networking, Soziale Netze, Wikileaks

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