Britische Regierung schließt die Hälfte ihrer Websites

Ein Bericht hatte diese Maßnahme zur Effektivitätssteigerung schon 2006 empfohlen. Zum Jahreswechsel unterhielt die Regierung noch 793 Sites. Vier Ministerien sind Kritikern zufolge für 80 Prozent davon verantwortlich.

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Die britische Regierung hat in den letzten vier Jahren 907 ihrer rund 1700 Websites geschlossen. 479 weitere stehen vor dem Aus, wie Staatsministerin Angela Smith auf eine Anfrage hin schriftlich mitteilte.

Smith führte außerdem aus, dass die Regierung am 31. Dezember 2009 exakt 793 Websites betrieb. Davon gehören 182 zu Ministerien, während die restlichen 611 Sites von der Exekutive oder anderen Regierungseinrichtungen unterhalten werden.

Im Jahr 2006 hatte der so genannte „Varney Report“ unter anderem eine Reihe von Schließungen empfohlen. Der Bericht, der nach seinem Verfasser Sir David Varney benannt ist, sollte Maßnahmen vorschlagen, um die Dienste der Regierung moderner und effizienter zu machen.

Zwei Jahre nach Abschluss seines Reports forderte Varney die Regierung auf, die von ihm vorgeschlagenen Umbaumaßnahmen zu beschleunigen. Schließlich würden 80 Prozent der Websites von nur vier Ministerien betrieben – welche das sind, sagte er nicht. Immerhin sehe er Fortschritte bei der Integration von Regierungssites mit dem zentralen Bürgerportal Directgov und der Anlaufstelle für KMU, Businesslink.

Die Websites der Bundesrepublik Deutschland lassen sich übrigens aus dem Adressverzeichnis von bund.de (PDF) ermitteln, aber nicht ohne weiteres zählen, da viele Behörden die gleiche Website nutzen.

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