iPad: Ernüchterung nach dem Rausch

Apple hat es wieder einmal geschafft: So viel Aufsehen um ein neues Produkt hat bisweilen kaum ein Unternehmen zustande gebracht. Schon lange vor der Präsentation des iPads brodelte die Gerüchteküche im Internet und sorgte für Interesse. Da wundert es nicht, dass jeder Journalist quasi gezwungen ist, das Thema aufzugreifen. Es wird gebloggt und geschrieben, was das Zeug hält - Vorberichterstattung, Test, erste Eindrücke und so weiter.

Apple hat es wieder einmal geschafft: So viel Aufsehen um ein neues Produkt hat bisweilen kaum ein Unternehmen zustande gebracht. Schon lange vor der Präsentation des iPads brodelte die Gerüchteküche im Internet und sorgte für Interesse. Da wundert es nicht, dass jeder Journalist quasi gezwungen ist, das Thema aufzugreifen. Es wird gebloggt und geschrieben, was das Zeug hält – Vorberichterstattung, Test, erste Eindrücke und so weiter.

Doch nach dem ersten Tagen scheint etwas Ernüchterung einzukehren. Jetzt werden die technischen Daten genauer angeschaut und die Vor- und Nachteile abgewogen. Man macht sich sogar über den Namen lustig – Pad steht im Englischen auch für Tampon.

Irgendwie scheint es, als ob man in der IT-Branche und in der Presse nach einem Verwendungszweck der Tablets sucht. Spiegel Online zum Beispiel schreibt: „Darum kaufe ich Oma ein iPad (und mir keins).“

Das Problem an der Sache ist, dass das iPad versucht eine neue Nische zu besetzen. Es stellt sich die Frage: „Braucht man so ein Gerät?“ Beim iPhone war die Antwort einfach: Ja, ein Handy braucht man, noch dazu, wenn es so gut aussieht, so viele Funktionen bietet und so einfach zu bedienen ist. Auch die eigenen Kollegen zweifeln in einem Preview-Test den Nutzen des iPad an: „Ob viele bereit sind, dafür ein weiteres Gerät anzuschaffen, muss sich aber erst noch zeigen. Die meisten dieser Tätigkeiten lassen sich nämlich auch am Notebook durchführen, das in vielen Haushalten ohnehin vorhanden ist.“

Einen interessanten Ansatz zum Erfolg des iPad macht der Autor Andreas Göldi von Netzwertig.com. Er sieht bei der Markteinführung Parallelen zum iPhone und erklärt, warum sich Apple nicht mehr an die Regeln des Marketing hält. Darin sieht er die Begründung für den Erfolg der Geräte. Da könnte was dran sein, aber im Grunde ist alles Spekulation und man wird erst nach der Markteinführung sehen, ob der Kunde das iPad annimmt. Auch wenn es keiner glauben mag, ein Flop ist durchaus denkbar – siehe Newton.

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Neueste Kommentare 

8 Kommentare zu iPad: Ernüchterung nach dem Rausch

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  • Am 30. Januar 2010 um 8:32 von azerty

    Apple
    Wer braucht schon Apple-Produkte, ist doch immer mehr Show als Inhalt. Dazu sind Apple-Produkte IMMER teurer als die Konkurenz.

    • Am 31. Januar 2010 um 23:32 von mac4ever

      AW: Apple
      Alle, denen die eigene Kreativität und Zeit etwas wert sind: die meisten professionellen Musiker, viele Videofirmen (wegen FCP), Designer, Publisher, Freiberufler.

      • Am 1. Februar 2010 um 18:57 von thinkit

        AW: AW: Apple
        gegenfrage: schon mal probiert? bin beruflich in der ms-welt, privat seit kurzem mac – beides probiert kein vergleich. wesentlich weniger updates und mehr geschwindigkeit. und wer einmal intuitiv einen apple bedient hat weiss, wie einfach das leben sein kann ohne langes suchen. plug and play…

      • Am 26. Februar 2010 um 10:35 von Barth

        AW: AW: Apple
        Das ist so nicht richtig! Ich habe viele Jahre (2000-2009) das Betriebssystem von Windows genutzt (2000/XP Home/Pro) und war NIE zufrieden, zumal der Kauf leistungsfähiger Hardware hier keinen Erfolg versprach. Irgendwann habe ich mich dann für Apple interesiert und mit viel Angst im Bauch, wieder auf das falsche Pferd zu setzen, mir einen iMac gekauft und sieh da alle Sorgen sind dahin. Ich habe wohlgemerkt den Kleinsten seiner Reihe gekauft, um nicht all zuviel Geld in den Wind zu jagen, falls es sich hier um eine Fehlinvestition handelt. In Sachen Stabilität, Qualität und Service kann man VON Apple eine ganze Menge lernen. Es werden kostenlose PC-Trainings angeboten für den Umgang mit dem PC sowie mit dem Umgang der Nutzerprogramme.
        Also bitte wer damit unzufrieden ist sollte bei Windows bleiben!

    • Am 1. Februar 2010 um 12:12 von offenkritisch

      AW: Apple
      Das ist mal wieder ein sinnloser Kommentar wahrscheinlich von einem 13 Jährigen … Wie schon von mac4ever gesagt, ist Apple meist für den kreativen Bereich zu gebrauchen und wird dort auch zu mehr als 60% verwendet. Dazu sollte man auch sagen wer Apple nicht mag sollte auch keinen kaufen und einfach mal die Kommentare lassen. Andererseits wer offen ist und auch mal was neues probieren will der sollte auch mal einen Apple probieren, denn ohne Viren und ohne irgendwelche seltsamen Fehlermeldungen zu arbeiten ist eigentlich recht angenehm. Dazu ist jedes Apple Produkt so einfach zu bedienen das selbst meine alten Herren damit spielerisch umgehen können. Wer es gerne Kompliziert haben will der kann gerne Windows und Linux benutzen. Meiner Meinung nach hat jedes der 3 Betriebsysteme ihre Vorteile und man sollte solche Kommentare einfach echt für sich behalten und nochmal darüber nachdenken und mal gucken ob man überhaupt ahnung von der Welt der IT hat

    • Am 5. Februar 2010 um 18:44 von appleuser

      AW: Apple
      Also ich habe sicher ein halbes Jahr lang überlegt ob ich mir eine Macbookpro kaufen soll. Und Gott sei Dank hab ich es getan! Der Umstieg auf MacOSx war kinderleicht! Verbindungen sind schnell eingerichtet! Die Geschwindigkeit ist der Wahnsinn!! Noch nie Fehlermeldungen gehabt! Abstürze kennt dieses Gerät sowieso nicht! Zum Arbeiten könnnte ich mir kein anderes Gerät (Windowsbasierend) mehr vorstellen! Produkte von Adobe, Skype, Firefox, Teamviewer, etc. werden für Mac auch angeboten! Ich finde auch, dass die Geräte von Apple zu teuer sind, aber ich bin gerne bereit das zu zahlen, wenn ich sorgenfrei meine Arbeit verrichten kann! Wer Games zocken will sollte sich ohnenhin eine Konsole kaufen! Das IPad ist zwar ein schönes Gerät, aber wer ein IPhone besitzt wird es sicher nicht benötigen! Und bevor man es kauft, sollte man lieber zu einem Netbook greifen! Das hat wenigstens noch eine Vollwertige Tastatur und man bekommt es je nach Typ um ca. 300 Euro!

      • Am 17. Februar 2010 um 11:33 von reknedreuQ

        AW: AW: Apple
        Meine Philosophie ist in diesem Punkte leider eine andere. Ich stehe eigentlich jeder Art von Technik sehr offen gegenüber und denke das Macprodukte auf ihre Art und Weise gut sind und auch ihre Berechtigung haben. Ich muß nur leider sagen das sich in jüngster Vergangenheit eine immer größere Abneigung bei mir zeigt, gegenüber Firmen, die geschlossene Plattformen anbieten. Berühmte Vertreter hierfür sind leider Appel mit dem Appstore und die von ihnen benannten Konsolenplatformen PSN und XBOX live (steam). Plattformen die die Rechte und Nutzungsmöglichkeiten des Benutzers beschneiden, um für (aus meiner Sicht) schlechtere Leistung mehr Geld zu verlangen. Diese extremst kapitalistischen Auswüchse dienen den Unternehmen nachvollziebarer weise nur zur Gewinnmaximierung, vermögen mir aber keine jubelstürme ab zu ringen. Ich versuche daher solche Konzepte zu boykottieren, was natürlich nichts bringt da ich der sprichwörtliche tropfen auf den heißen stein bin. Somit entwickelt sich die Industrie mit deren Produckte ich einen großen teil meiner Freizeit fülle in eine Richtung die mir gar nicht zusagt.

        Eine subjektive Sichtweise eines traurigen IT-Freundes.

  • Am 10. Februar 2010 um 1:36 von Norman Rieger

    Ernüchterung ohne Produkt
    Also, ob Ernüchterung eintreffen wird, sollte man meiner Meinung nach bis zum Auslieferungstermin abwarten.
    Das Gerät ist noch nicht auf dem Markt, womit es kaum nachvollziehbare Eindrücke gibt, sofern Sie nicht einfach die Wiedergabe der technischen Details wiederspiegeln.
    Es wurden schon oft Produkte so zwischen die Mangel genommen und relativiert und trotzdem wurden einige davon ein Mega-Erfolg und dabei will ich mich nicht nur auf so manch Apple-Gerät festlegen, obwohl es auch hier ausreichend Beispiele gibt, die nicht nur auf Aktionen von FanBoys zurückzuführen sind.

    Klar…das iPad ist bis auf das eBook-Feature nichts anderes als ein XXL-iPod mit allen Vor- und Nachteilen (ohne die Größe zu berücksichtigen).

    Obs ein Knieschuss wird, wird man ein paar Tage nach Verkaufsstart sehen. Persönlich würde ich das Teil einem NetBook vorziehen, wobei ich beides nicht brauche und das Geld lieber in einen zweiten Notebook Akku investiere ;-)

    Ansonsten…ich lese im Netz viel übers iPad…darunter sind Fanboys…jene die ein „echtes“ Tablet wollen und jene mit einem Fragezeichen auf dem Kopf. Kategorische Ernüchterung habe ich keine ausfindig machen können. Gerade bei neuen Nischenprodukten, sollte man erstmal den Miss-/Erfolg abwarten. Alles andere halte ich für Spekulation und für ein Fachblatt unseriös.

    PS an den „Apple-Hasser“. Jedes OS hat seine Vor- und Nachteile. Abwägen, aussuchen und die anderen bitte tolerieren.
    Ich nutze tatsächlich einen Mac und auf der Arbeit Mac, Linux, Windows. Allen kann ich viel positives und negatives abgewinnen, denn kein OS ist perfekt, was auch für Mac gilt. Mac mag ein Sonderfall sein wegen dem Link mit der Hardware, aber das muss man dann eben auch berücksichtigen…jaja…es gibt „Hacks“ wie man auch hier schonmal lesen konnte, aber ich glaube wir müssen nicht über die Praxistauglichkeit reden.

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