Angriffe legen chinesische Menschenrechtsseiten lahm

Betroffen waren NGOs, Medien in englischer und chinesischer Sprache sowie ein Schriftstellerverband. Für die Angegriffenen ist der Hauptverdächtige die chinesische Regierung. Vor DDos-Attacken wurde Malware auf den Servern platziert.

Am Wochenende haben Cyberangriffe fünf Websites lahmgelegt, die sich mit China und Menschenrechten befassen. Es handelte sich im einzelnen um Chinese Human Rights Defenders, Civil Rights and Livelihood Watch, den Schriftstellerverband Independent Chinese PEN Center, New Century News und Canyu.

Ein Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS) legte Chinese Human Rights Defenders am Samstag und Sonntag für insgesamt rund 16 Stunden lahm, wie die Betreiber mitteilten. in ihrem Schreiben heißt es weiter: „Die chinesische Regierung ist der Hauptverdächtige für diese Attacken.“ Gründe nannten sie – abgesehen davon, dass ein solcher Angriff beträchtlicher Ressourcen bedürfe – nicht. Schon früher hätten Angriffe die Site „tagelang unerreichbar“ gemacht – „besonders zu für China besonders sensiblen Zeiten“.

Der Traffic durch den Angriff erreichte Spitzenwerte von 2 GByte pro Sekunde. Chinese Human Rights Defenders und New Century News sind nach eigenen Angaben derzeit noch damit beschäftigt, Malware von ihren Servern zu entfernen, die vor den DDoS-Angriffen darauf platziert worden war.

Derzeit wehrt sich China mit zunehmender Schärfe gegen Vorwürfe, die Google und US-Außenministerin Clinton infolge von „Operation Aurora“ erhoben hatten – einen Angriff zur gezielten Gewinnung von Informationen über chinesische Dissidenten und von Quelltexten amerikanischer IT-Unternehmen. Jede „Anschuldigung, dass die chinesische Regierung sich direkt oder indirekt an Cyberattacken beteiligt hat, entbehrt jeder Grundlage und dient nur dazu, China zu verunglimpfen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie.

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