Microsoft-CEO Ballmer: „Wir bleiben in China“

Der Softwareanbieter will weiter in China Geschäfte machen und sich an die dortigen Gesetze halten. Ballmer: "Cyberattacken gehören zum Leben". Zu der damit zusammenhängenden IE-Lücke wollte er sich nicht äußern.

Microsoft-CEO Steve Ballmer (Bild: CNET)
Microsoft-CEO Steve Ballmer (Bild: CNET)

Microsoft-CEO Steve Ballmer hat erklärt, dass sein Unternehmen weiter Geschäfte in China machen und die Gesetze des Landes einhalten werde. Damit reagierte er auf Googles Drohung, sich aus dem Land der Mitte zurückzuziehen.

„Wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir in China bleiben und die Gesetze befolgen werden“, sagte Ballmer gegenüber CNBC nach einem Gespräch im Weißen Haus mit Präsident Obama, bei dem es um technische Mittel zur Kosteneinsparung ging. „Cyberattacken gehören leider zum Leben dazu“, so der Microsoft-Chef.

Microsoft hatte schon zuvor erklärt, dass das hauseigene E-Mail-System nicht kompromittiert worden sei. Bislang gab es jedoch keine Verlautbarung darüber, wie die Zukunft des Unternehmens in China aussehen werde.

Ballmer wollte nicht direkt darauf eingehen, dass eine ungepatchte Schwachstelle im Internet Explorer offenbar das Einfallstor für die Attacken auf Google und rund 30 andere amerikanische Unternehmen war. „Wenn das Problem bei uns liegt, werden wir es mit allen wichtigen Parteien durchgehen.“

Googles Drohung, China zu verlassen, falls das Unternehmen keine unzensierte Suche anbieten darf, hat andere IT-Unternehmen unter Druck gesetzt. Die Internetkonzern war nach eigenen Angaben im Dezember „das Ziel einer äußerst ausgeklügelten und gezielten Attacke“ geworden. „Dieser Angriff kam aus China und das Ergebnis war der Diebstahl von geistigem Eigentum von Google.“

Themenseiten: Browser, Business, China, Google, Microsoft

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