ATI Radeon HD 5670: DirectX-11-Grafikkarte für unter 100 Euro

Das Modell unterstützt die Ansteuerung von bis zu vier Monitoren und bietet ein hardwarebeschleunigtes Abspielen von HD-Videos. Zudem können herkömmliche Anwendungen die Rechenpower des Chips nutzen.

Mit der ATI Radeon HD 5670 hat AMD die erste DirectX-11-Grafikkarte für unter 100 Euro vorgestellt. Noch im Februar sollen die Modelle 5500 und 5450 folgen, die noch günstiger als die Radeon HD 5670 sein sollen.

Die neue Einsteiger-Grafikkarte wird in zwei Varianten erhältlich sein. Das 512-MByte-Modell kostet circa 80 Euro, während die Variante mit 1 GByte Speicher etwa 10 bis 15 Euro teurer ist.

Gegenüber der nächsthöheren Klasse ATI Radeon HD 5750 hat AMD die GPU stark beschnitten. Statt 700 Streamprozessoren wie bei der 5750 muss sich die 5670 mit 400 begnügen. Die Anzahl der Textureinheiten schrumpft von 32 auf 20. Die ROPs (Raster Operator Units) wurden gar von 32 auf 8 reduziert.

Insgesamt erreicht die 5670 eine Rechenleistung von 620 Gigaflops, während die 5750 über 1 Teraflops erzielt. Nach Angaben von AMD bewältigt die Einsteigerkarte zahlreiche Spiele in Full-HD-Auflösung (1920 mal 1080 Bildpunkte) mit mehr als 30 Bildern pro Sekunde, was für ein gutes Spieleerlebnis ausreichend sein soll.

Die Leistungsaufnahme der 5670 liegt im Ruhemodus bei 14 Watt und steigt unter voller Belastung auf 61 Watt. Einen zusätzlichen Stromanschluss wie bei den leistungsfähigeren Modellen benötigt die Einsteigervariante nicht. Ohne Lüfter kommt die Radeon HD 5670 aber nicht aus.

Die DX11-Karte erlaubt die Ansteuerung von bis zu vier Monitoren. Wie die leistungsfähigeren Modelle der 5700er- und 5800er-Serie unterstützt sie die von AMD eingeführte Eyefinity-Technologie, die in Verbindung mit mehreren Monitoren eine Panoramaansicht bei Spielen und Anwendungen erzeugt. Zusammen mit Adobe Flash 10.1 bietet die ATI Radeon HD 5670 ein hardwarebeschleunigtes Abspielen von HD-Videos, wodurch die CPU-Belastung deutlich sinkt.

Neben 3D- und Videobeschleunigung unterstützt die ATI Radeon HD 5670 die GPGPU-Schnittstellen ATI Stream und DirectCompute. Dadurch können Anwendungen wie Cyberlink Espresso die Rechenpower des Grafikchips nutzen, sodass das Umwandeln eines Videos im Vergleich zum rein CPU-basierten Encoding deutlich schneller abläuft.

Mit den Einstiegsmodellen 5670, 5500 und 5450 komplettiert AMD seine DirectX-11-Serie. Im September 2009 hatte der Hersteller die über 200 Euro teure High-End-Lösung Radeon HD 5870 vorgestellt. Im Oktober folgten die Modelle Radeon HD 5770 und 5750, die ab 120 Euro für den Midrange-Markt vorgesehen sind. AMDs Konkurrent Nvidia will erst im März DirectX-11-Grafikkarten vorstellen.

Spezifikationen der ATI-Mobility-Radeon-HD-5000-Serie (Bild: AMD)
Die ATI Radeon HD 5670 soll für unter 100 Euro erhältlich sein. Einen zusätzlichen Stromanschluss wie bei den leistungsfähigeren Modellen der 5700er und 5800er-Serie benötigt die Karte nicht (Bild: AMD).

Themenseiten: AMD, Grafikchips, Hardware, Radeon

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