IBM bleibt Patent-Spitzenreiter in den USA

Der Konzern hat sich 2009 insgesamt 4914 Patente gesichert. Dahinter folgt Samsung mit 3611 Anmeldungen. Ausländische Firmen haben vergangenes Jahr 51 Prozent aller US-Patente erhalten.

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IBM hat sich 2009 zum 17. Mal in Folge die meisten US-Patente gesichert. Das US-Patentamt stellte dem Unternehmen im vergangenen Jahr laut IFI Patent Intelligence 4914 Schutzbriefe aus. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber dem Jahr 2008, in dem IBM 4186 Patente bewilligt wurden.

Auf Platz zwei in der Statistik folgt Samsung mit 3611 erteilten US-Patenten. Microsoft belegt mit 2906 den dritten Platz. Canon fiel mit 2206 Anmeldungen gegenüber dem Vorjahr von Position drei (2114) auf vier zurück. Das höchstplatzierte deutsche Unternehmen ist Siemens mit 716 Patenten.

Ausländische Firmen erhielten 2009 nach den IFI-Zahlen 51 Prozent der US-Patente. Damit ist das vergangene Jahr das zweite in Folge, in dem die amerikanischen Firmen weniger Patente bekamen als die ausländische Konkurrenz. Insgesamt wurden 167.350 Patente („utility patent“) vergeben. Südkorea hat bei der Zahl der angemeldeten Patente mit 5,6 Prozent erstmals Deutschland mit 5,2 Prozent überholt.

Insgesamt wurden 2009 6,1 Prozent mehr Patente vergeben als 2008. Trotzdem ist man vom Rekordjahr 2006 mit 173,772 Patenten noch weit entfernt. Zum ersten Mal seit 1996 gab es im Krisenjahr einen Rückgang bei den Patentanmeldungen in den USA von 1,8 Prozent. Insgesamt wurden 457,966 Erfindungen angemeldet.

Die amerikanischen Unternehmen können zum Teil beachtliche Steigerungsraten bei den genehmigten Patenten aufweisen. Microsoft bekam 2009 beispielsweise 43 Prozent mehr Patente als 2008, GM Global sogar 68 Prozent mehr. Im Schnitt steigerten sich US-Unternehmen um sieben Prozent. Damit liegen sie vor den ausländischen Firmen, die sich im Schnitt um 6,5 Prozent verbesserten.

IBM kündigt heute zudem an, sein Patentmanagement-Know-how sowie die Software, mit deren Hilfe die 30.000 US-Patente des Unternehmes organisiert werden, zukünftig Kunden zur Verfügung zu stellen. „Viele Kunden haben uns in der Vergangenheit um Einblick in unsere Patentprozesse gebeten, um ihre eigenen Strategien und Werkzeuge zu verbessern. Das jetzt verfügbare Angebot ist daher nur eine logische Konsequenz unseres Versprechens, einen offen und kooperativen Umgang mit den wichtigen Themen Patente und geistiges Eigentum zu fördern“, sagte Kevin Reardon, General Manager of Intellectual Property und Vice President of Research Business Development bei IBM.

IFI-Patentrangliste 2009

Platz Unternehmen Patentanzahl
1 IBM 4914
2 Samsung 3611
3 Microsoft 2906
4 Canon 2206
5 Panasonic 1829
6 Toshiba 1696
7 Sony 1680
8 Intel 1537
9 Seiko Epson 1330
10 HP 1273

Themenseiten: Business, Forschung, IBM, Marktforschung, Microsoft, Samsung, Siemens, Studie

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