Kalifornien genehmigt Einsatz von Open Source

Bestehende Richtinien wurden angepasst. Der CIO des US-Staats informiert Behörden und Verwaltung nun über die Änderung. Verpflichtend ist die Verwendung von OSS jedoch nicht.

Der CIO des US-Bundesstaats Kalifornien, Teri Takai, hat in einem so genannten Policy Letter (PDF) den Einsatz von Open-Source-Software (OSS) bei Behörden, Regierungsstellen und anderen Verwaltungsorganisationen als „akzeptable Praxis“ eingestuft. Wörtlich heißt es: „Das Büro des CIO erlaubt den Einsatz von OSS.“

Allerdings gelte es dabei, bestehende Regelungen zu Software Management und IT-Security einzuhalten, steht in Takais kurzem Schreiben. Diese Regelungen seien um Abschnitte betreffs Open Source erweitert worden. Auch verpflichtet der Policy Letter nicht zum Einsatz von quelloffener Software.

Angesichts eines Haushaltsdefizits von 20 Milliarden Dollar muss Gouverneur Arnold Schwarzenegger an allen Ecken und Enden die Kosten drücken. Das Gesundheitswesen, Gefängnisse und auch der Umweltschutz werden das in den nächsten Monaten zu spüren bekommen. Auch das IT-Budget hat die Regierung des US-Staats gesenkt. Nun könnten quelloffene Lösungen das Mittel der Wahl sein.

Kalifornien hat für die gesamten USA so etwas wie Modellcharakter. Allerdings setzen einzelne Stellen und Bereiche der Verwaltung bereits quelloffene Software ein. Und so vorbildlich-innovativ wie die im Dezember in Ungarn eingeführte Regelung ist Kaliforniens neue Richtlinie nicht: Das ungarische Parlament hatte die Verwendung offener Standards für die Kommunikation zwischen Verwaltung, Behörden, öffentlichen Dienstleistern und Bürgern zur Pflicht gemacht. Die Software selbst kann geschlossen oder quelloffen sein, aber die Schnittstellen müssen offen liegen.

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