Microsoft führt Mietoption für Office und Windows ein

Die Lizenzbedingungen beider Produkte untersagen eigentlich eine Weitervermietung. Gegen eine Gebühr hebt Microsoft diese Einschränkung auf. Die Option richtet sich an Unternehmen, die PCs an Internet-Cafés und Business Service Center vermieten.

Microsoft hat die Lizenzbedingungen für Office und Windows ausgeweitet. Seit dem 1. Januar 2010 können Kunden die beiden Produkte weitervermieten, ohne wie bisher gegen die Nutzungsbestimmungen zu verstoßen. Dafür verlangt der Softwareanbieter eine einmalige Gebühr.

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„Die Bereitstellung von Hardware zusammen mit Microsoft-Software durch Leasing und das Bereitstellen von Software an Dritte (wie es in Internet-Cafés, Hotels, Flughafen-Kiosks, Business Service Centers und Leasing-Unternehmen für Büroeinrichtungen der Fall ist) stand im Widerspruch zu den Microsoft-Lizenzbedingungen“, schreibt Microsoft auf seiner Website. „Die ‚Rental Rights‘-Lizenzen stellen nun einen einfachen Weg dar, um das Leasen, Vermieten und Outsourcen von Microsoft-Software zu ermöglichen.“

Rental Rights befreit Unternehmen von solchen Einschränkungen. Die Option gilt für die Laufzeit eines Lizenzvertrags oder die Lebensdauer eines PCs. Zur Einführung gewährt der Softwareanbieter einen Rabatt von 30 Prozent. Das Angebot gilt bis zum 30. Juni 2010.

Laut Paul DeGroot, Analyst bei Directions on Microsoft, kostet die Miet-Option für Office Professional 58 Dollar (40 Euro) inklusive des Einführungsrabatts. Für Office Standard beträgt die Gebühr 45 Dollar, für Windows 23 Dollar.

Seiner Ansicht nach hat Microsoft in der Vergangenheit die Weitervermietung seiner Produkte vielfach toleriert. Mit der Einführung der Option erwartet er, dass der Softwareanbieter seine Lizenzrechte in diesem Bereich stärker durchsetzen wird. Über kleinere Verstöße werde das Unternehmen aber wahrscheinlich weiterhin hinwegsehen.

Rental Rights ermöglichen es Unternehmen, Hardware zusammen mit Microsoft-Software an Dritte zu vermieten (Bild: Microsoft).
Rental Rights ermöglichen es Unternehmen, Hardware zusammen mit Microsoft-Software an Dritte zu vermieten (Bild: Microsoft).

Themenseiten: Microsoft, Software, Windows

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