Google will ins Stromgeschäft einsteigen

Dazu gründet es eine Tochter namens Google Energy. Das Zulassungsverfahren läuft. Durch die Unternehmensgründung will Google klimaneutral werden.

Google will ins Energieversorger-Geschäft einsteigen. Der Suchanbieter hat dafür das Unternehmen Google Energy mit Sitz in Delaware gegründet. Derzeit läuft ein Antrag bei der amerikanischen FERC (Federal Energy Regulatory Commission), einer Behörde, die für die Energieversorgung zuständig ist. Google Energy soll die Genehmigung bekommen, Strom von den Erzeugern zu kaufen und zu verkaufen.

Laut einem Google-Vertreter bedeutet Google Energy keinen Wechsel im Kerngeschäft des Suchanbieters. Der Schritt werde dem Unternehmen mehr Mittel an die Hand geben, um das gesteckte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. „Im Moment können wir auf unseren Märkten keine erneuerbaren Energien in den Mengen, die ein Energieversorger liefert, zu erschwinglichen Preisen kaufen“, sagt Niki Fenwick von Google. „Wir wollen erneuerbare Energien in höchster Qualität und zum günstigsten Preis erwerben, wo wir können, und dann die Grünstromzertifikate nutzen.“

Google betreibt bereits ein 1,6-Megawatt-Solarkraftwerk am Firmensitz in Mountain View, Kalifornien. Hätte das Unternehmen zusätzlich das Recht, wie ein Energieversorger mit Strom zu handeln, bekäme es viel mehr erneuerbare Energien, um den eigenen Stromverbrauch auszugleichen. „Wir haben noch keine konkreten Pläne. Aber wir wollen die Fähigkeit haben, mit Elektrizität zu handeln, falls das Teil unseres Portfolios wird“, sagt Fenwick.

Laut einigen Experten, die Energy & Environment Daily befragt hat, ist der FERC-Antrag für ein Unternehmen, das nicht zu den klassischen Energieversorgern gehört, sehr ungewöhnlich. „Es ist interessant, dass sie die Mühe auf sich nehmen, ein öffentlicher, von der FERC beaufsichtigter Energieversorger zu sein“, so ein Fachmann.

Google will ein klimaneutrales Unternehmen werden. Zu diesem Zweck plant der Suchanbieter, seine Anlagen – besonders die energiefressenden Datacenter – effektiver zu machen. Es gibt auch ein Programm, um „hochwertigen CO2-Ausgleich“ zu kaufen. Schließlich investiert Google über den gemeinnützigen Zweig Google.org in Unternehmen, die erneuerbare Energien liefern.

Themenseiten: Business, Google, Google, Green-IT, Suchmaschine

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