Kreditkartenhacker Gonzalez bekennt sich in weiteren Anklagepunkten schuldig

Der 28-jährige stahl Zahlungsdaten unter anderem bei Heartland Payment Systems 7-11, Hannaford Brothers. Er will Schadenersatz leisten. Laut seinen Anwälten leidet er am Asperger-Syndrom.

Der 28-jährige Hacker Albert Gonzalez, der bereits wegen Computerbetrug und Identitätsdiebstahl bei T.J. Maxx, Office Max und anderen Unternehmen angeklagt wurde, hat sich zu weiteren Vergehen bekannt. Er gestand, die Systeme von Heartland Payment Systems 7-11, der Supermarktkette Hannaford Brothers und zwei anderen Unternehmen manipuliert zu haben. Gonzalez‘ Taten gelten als der größte Fall von Kreditkartenbetrug in der Geschichte der USA. Mehr als 130 Millionen Kreditkartendaten sollen gestohlen worden sein.

Vor Gericht wiederholte Gonzalez die Bedingungen eines Abkommens mit der Staatsanwaltschaft in Boston: Bereits im September hatte der voll geständige Hacker eingewilligt, mehr als 2,7 Millionen Dollar (1,9 Millionen Euro), seine Eigentumswohnung in Miami, Schmuck und sein Auto als Schadenersatz zur Verfügung zu stellen. Ein Urteil wird im März erwartet.

Gonzalez muss eine Gefängnisstrafe von 20 bis 25 Jahren fürchten. Sein Komplize Stephen Watt aus New York wurde zu zwei Jahren im Gefängnis und 171,5 Millionen Dollar (119,2 Millionen Euro) Schadenersatz verurteilt, weil er ein Programm entwickelt hatte, mit dem zwischen 2003 und 2008 Zahlungsdaten der TJX-Firmengruppe gestohlen wurden.

Gonzalez war der Anführer einer ganzen Hacker-Bande. Außer ihm wurden zwei Russen angeklagt. Seine Anwälte haben vor Gericht angedeutet, dass ihr Mandant wie NASA-Hacker Gary McKinnon am Asperger-Syndrom leidet. Der 28-jährige gab außerdem vor Gericht jahrelangen Alkohol- und Drogenmissbrauch zu.

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