Südkorea stellt Kartellverfahren gegen Speicherhersteller ein

Die Wettbewerbshüter haben keine Beweise für Preisabsprachen gefunden. Die Ermittlungen richteten sich gegen vier nicht genannte Unternehmen. Auch Behörden in den USA und Europa stellten 2009 ähnliche Verfahren ein.

Südkoreas Fair Trade Commission (FTC) hat in der vergangenen Woche nach rund drei Jahren ihre Ermittlungen gegen Hersteller von NAND-Flash-Speicherchips eingestellt. Wie das Wall Street Journal berichtet, haben die Wettbewerbshüter keine Beweise für Preisabsprachen gefunden.

Ein Sprecher der Behörde sagte, das Verfahren sei auch in Bezug auf SDRAM- und DRAM-Speicherprodukte abgeschlossen. Die FTC hatte die Namen der betroffenen Hersteller nie genannt und nur erklärt, zwei Unternehmen stammten aus dem eigenen Land, eines aus Japan und eines aus den USA. Zu den führenden Branchenvertretern gehören Samsung und Hynix Semiconductor aus Südkorea und der japanische Elektronikkonzern Toshiba.

Dem Bericht zufolge haben US-Kartellwächter ihre Untersuchungen gegen Samsung, Toshiba und weitere Unternehmen im August 2009 abgeschlossen, ohne Strafen oder Anschuldigungen zu erheben. Auch Ermittlungen in der Europäischen Union seien ohne Ergebnis verlaufen.

2007 hatte neben Samsung und Toshiba auch der in den USA ansässige Speicherhersteller SanDisk bestätigt, Vorladungen des US-Justizministeriums erhalten zu haben. Dabei ging es um Preisabsprachen für DRAM-Chips, die in Desktop-Computern und Servern verbaut werden.

Die Speicherindustrie hatte lange Zeit mit einem Preisverfall zu kämpfen. Laut Zahlen von Gartner erholten sich die Umsätze der Branche, nach Rückgängen in den beiden vorangegangenen Jahren, 2009 wieder. Grund dafür waren Nachfrage-Überhänge bei DRAM und NAND-Flash, die zu Preiserhöhungen führten.

Themenseiten: Business, Flash, Hynix, Samsung, SanDisk, Toshiba

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