China verhaftet Tausende wegen Verbreitung von Pornografie

Die Behörden haben 2009 mehr als 9000 Websites mit anstößigen Inhalten geschlossen. Die Maßnahmen dienen angeblich dem Schutz der öffentlichen Sicherheit. Sie sollen 2010 noch verstärkt werden.

Behörden in China haben 2009 wegen Verbreitung von Internetpornografie 5394 Personen verhaftet und mehr als 9000 Websites geschlossen. Das meldet The Telegraph unter Berufung auf das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit. Angaben über die Zahl der Verurteilungen liegen nicht vor. Zum Schutz der staatlichen Sicherheit sollen die Bemühungen in diesem Jahr noch intensiviert werden.

Die Behörden wollen laut The Telegraph auch stärker gegen die zunehmende Zahl von Hackern und Betrügern in China vorgehen, die über das Internet Viren verbreiten oder Personendaten stehlen. Zu diesem Zweck habe die Regierung die Regeln für Webseitenbetreiber verschärft, die nun vor der Registrierung einer Domain ihre Identität nachweisen müssen.

Zudem sollen die Strafen für Internetanbieter verschärft werden, die gegen Gesetze und Auflagen verstoßen. „Die Bereinigung des Internets und der Kampf gegen Internetverbrechen sind langfristig mit der Sicherheit des Staates verknüpft“, sagte ein Vertreter des Ministeriums gegenüber der Zeitung.

Schon Ende des Jahres waren Berichte aufgetaucht, wonach China eine Verschärfung der Internetzensur plant. So soll es künftig nur noch möglich sein, innerhalb Chinas auf Websites zuzugreifen, die zuvor beim Ministerium für Industrie und Informationstechnologien (MIIT) angemeldet wurden.

Themenseiten: China, Internet, Kommunikation, Zensur

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