Chinesische Autorin verklagt Google

Das Buch "Acid Lovers" von Mián Mián soll für die Google Buchsuche eingescannt worden sein. Die Autorin fordert deshalb 8900 Dollar Schadenersatz. Die Klage ist die erste ihrer Art in China.

Die chinesische Autorin Mián Mián will Google verklagen, weil ihr drittes Buch „Acid Lovers“ von dem Unternehmen im Rahmen seines Digitalisierungsprojektes eingescannt worden sein soll. Wie AFP berichtet, ist diese Klage die erste gegen Googles umstrittene Buchsuche in China.

Laut AFP will die Autorin umgerechnet 8900 Dollar (knapp 6200 Euro) an Schadenersatz von Google. Der Prozess soll Anfang nächsten Jahres beginnen. Die meisten Bücher von Mián Mián sind in China verboten, werden aber auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Einige Werke wurden übersetzt, unter anderem auch ins Deutsche. Die All China Writers‘ Association unterstützt nach Angaben von AFP die Klage und appellierte an Google, die Rechte von Autoren zu respektieren.

Der Vergleich zwischen Google und den Verlagen soll eigentlich das Verhältnis des Suchanbieters mit Verlagen und Autoren regeln. Er gilt aber nur für Bücher, die beim US Copyright Office registriert oder in Großbritannien, Australien und Kanada veröffentlicht wurden. Außerdem muss das Abkommen im Frühjahr 2010 noch endgültig abgesegnet werden.

Schon im Oktober hatte ein chinesischer Verband, die Schriftsteller aufgefordert, sich gegen Googles Buchsuche zu wehren. In anderen Ländern – auch in Deutschland – regt sich ebenfalls Widerstand. Erst vor kurzem wurde Google in Frankreich zu einer Schadenersatzzahlung von 300.000 Euro verurteilt, weil der Suchanbieter Bücher des Verlags Editions du Seuil gescannt hatte.

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